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29 Januar 2016

Neu für junge Flüchtlinge und Zugewanderte: Bildungs- und Betreuungsprogramm „angekommen in deiner Stadt Münster“

Düsseldorf/Münster/Gütersloh, den 2.2.2016. Nach Dortmund startet nun auch in Münster das innovative Integrationsprogramm „angekommen“ für junge Flüchtlinge und Zugewanderte. Schulministerin Sylvia Löhrmann, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, haben die Kooperationsvereinbarung für das Gemeinschaftsprojekt unterzeichnet.

Zusammen mit kompetenten lokalen Partnern aus den Bereichen Bildung, Sport, Kultur und Soziales bietet angekommen in deiner stadt münster ein vielfältiges Bildungs- und Betreuungsangebot für zugewanderte Jugendliche. Ziel ist, Jugendliche bei ihrem Weg zu einem Schulabschluss und beim Übergang in eine Ausbildung zu begleiten und zu unterstützen. Das Projekt ist ein neuer, wichtiger Bestandteil des Münsteraner Konzepts zur Beschulung, Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen, Neuankömmlingen und Seiteneinsteigern.

Schulministerin Sylvia Löhrmann freute sich darüber, dass nach den guten Erfahrungen mit dem Projekt in Dortmund nun auch Jugendliche in Münster davon profitieren können: „Gute Bildungschancen, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, sind entscheidend dafür, dass zugewanderte Jugendliche in NRW gut ankommen und sich angenommen fühlen.“ Bereits in Dortmund unterstütze das Programm den Ansatz des Schulministeriums, für alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Chancen auf eine erfolgreiche Schullaufbahn mit anschließendem Ausbildungs- und Berufsweg zu schaffen. „Das Programm angekommen trägt außerdem dazu bei, die interkulturelle Verständigung in Schule und Gesellschaft zu stärken“, so Löhrmann.

Das Schulministerium unterstützt das Projekt in Dortmund und Münster mit je  einer Lehrerstelle. Die Lehrkraft übernimmt die pädagogische Leitung des Projekts, wirkt bei der Betreuung, Beratung und der Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler mit  und arbeitet eng mit den lokalen Akteuren zusammen.

Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, hatte den Anstoß für die Entwicklung des Modellprojektes gegeben. „Unser Programm angekommen hilft jungen Flüchtlingen und Zugewanderten dabei, in Deutschland Fuß zu fassen“, erklärt er. Aus seiner Sicht sind die Kontakte mit deutschen Jugendlichen für die jungen Neuankömmlinge besonders wertvoll. Denn der Austausch fördere nicht nur das Erlernen der deutschen Sprache, sondern auch das Verständnis für unterschiedliche kulturelle Verhaltensweisen. Thielen ist überzeugt: „Davon profitiert auch unsere Gesellschaft. Denn wenn die Integration gelingt, gewinnen wir mit diesen Jugendlichen nicht nur engagierte Mitbürger, sondern auch Fachkräfte für unsere Wirtschaft.“

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe begrüßt die Kooperation und die Unterstützung durch das Schulministerium und die Stiftung: „Kinder und Jugendliche bestmöglich zu fördern, ist eines der wichtigsten Anliegen der Stadt Münster. Kinder von Flüchtlingen und Zugewanderten haben es oftmals besonders schwer beim Start in ihrer neuen Heimat. Sie brauchen ein qualifiziertes Bildungs- und Unterstützungsangebot. Das Projekt angekommen in deiner Stadt Münster ist ein Baustein, der es uns ermöglicht, passgenaue Angebote auszuweiten und mit den vorhanden Aktivitäten zu verknüpfen.“

Zwei tragende Säulen

Das Projekt angekommen unterstützt die jugendlichen Zugewanderten, indem sie Schule auch an anderen Lernorten erleben und auch nachmittags Sport- und Bildungsangebote nutzen können. Vor allem der Kontakt und der Austausch mit jungen Menschen aus Deutschland tragen ganz wesentlich zur Integration bei und fördern das Verständnis füreinander.

Zwei tragende Säulen machen das angekommen-Konzept aus: Junge Menschen erhalten gezielte, individuelle Förderung in der Berufsschule oder bei einem Bildungsträger, und am Nachmittag und in den Ferien erhalten alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer weitere Unterstützung beim Kennenlernen ihrer neuen Heimat und für den Übergang in Ausbildung und Beruf.

Drei Berufskollegs zum Start – gebündelte Erfahrungen

Zahlreiche Münsteraner Institutionen und Einrichtungen bündeln für das Projekt angekommen ihre langjährigen Erfahrungen. Das Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster, federführend für angekommen in deiner stadt münster, gewährleistet den Neuankömmlingen in der Anlauf-, Beratungs- und Clearingstelle eine intensive individuelle Bildungsberatung.

Für die Startphase des angekommen-Modellprojektes wurden drei Berufskollegs mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern ausgewählt: das Adolph-Kolping-Berufskolleg, das Anne-Frank-Berufskolleg und das Hansa-Berufskolleg machen mit. Weitere werden im Laufe des Jahres 2016 folgen.

Lernort und Wohlfühlstätte

Ein zentraler Ort für alle Jugendlichen, die an dem Projekt teilnehmen, dient sowohl als Treffpunkt wie auch als Ausgangspunkt für die diversen weiteren Angebote. Diese zentrale Anlaufstelle ist sowohl ein außerschulischer Lernort als auch eine Wohlfühlstätte, um in der neuen Heimat anzukommen. Pädagogische Fachkräfte bieten Beratung und Unterstützung an. Sie arbeiten in enger Kooperation mit allen lokalen Münsteraner Partnern. Fallscouts verstärken und unterstützen das angekommen-Team.

Website: www.an-ge-kommen.de/muenster

Kontakte für Rückfragen:

Pressestelle Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW                    
Tel. 0211-5867-3505, presse@msw.nrw.de

Presseamt der Stadt Münster
Tel. 02 51/4 92-13 01, presseamt@remove-this.stadt-muenster.de

Dr. Ulrike Naim, Kommunikation Walter Blüchert Stiftung
Tel. 0152-31066167, presse@remove-this.walter-bluechert-stiftung.de

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28 Januar 2016

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25 Januar 2016

Programm „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ kooperiert mit der Technischen Universität

Dortmund, 25.1.2016. – Gleich mit mehreren Unterrichtseinheiten will die Technische Universität Dortmund zum neuen Schulhalbjahr das Programm „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ unterstützen. Den Anfang macht eine internationale Klasse des Robert Schumann Berufskollegs. Jeden Dienstag können die Jugendlichen die kostenlosen Angebote in Adam´s Corner, an der Uni oder im Dortmunder U nutzen.

Passgenauer Mathe-Unterricht

Die geplante Zusammenarbeit mit verschiedenen Fakultäten der TU beginnt in dieser Woche mit Akademikern und Studenten der Fakultät Mathematik: Sie haben sich mit der Vermittlung mathematischer Fähigkeiten bei geringen sprachlichen Voraussetzungen wissenschaftlich beschäftigt und wollen nun für Schülerinnen und Schülern in Adam´s Corner passgenaue Unterrichtseinheiten entwickeln. 

Stadtführungen, Angebote in Uni-Laboren und im Dortmunder U

Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Barbara Welzel lädt an drei Dienstagen zu Stadtführungen ein. Es folgen jeweils dreimal Angebote der Fachrichtungen Technologie, Biologie, Chemie in den Laboren der Uni sowie drei Einheiten der Fächer Theologie, Mathematik und Kunstwissenschaft im Dortmunder U. Nach den Sommerferien soll es mit einer neuen Lerngruppe weitergehen.

14 Lerngruppen insgesamt

Wolfgang Euteneuer, der das Kooperationsprojekt von Walter Blüchert Stiftung, Stadt Dortmund und NRW-Schulministerium leitet, freut sich über die Zusammenarbeit mit der TU: „Mit diesen neuen Kursen – ergänzend zum Pflicht- Unterricht – füllen wir jetzt insgesamt 20 Schulwochen im 2. Halbjahr aus“, sagt er. 

Derzeit sind 14 feste Lerngruppen in Adam´s Corner, die – nach intensivem Vormittagsunterricht, anschließendem DAZ-Kurs und gemeinsamem Essen – die Nachmittagsangebote nutzen.

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22 Dezember 2015

Schüler des Projekts „Angekommen in Dortmund“ besuchen die sauerländische Kleinstadt Medebach

Einen außergewöhnlichen Tag erlebten ca. 40 Schülerinnen und Schüler der internationalen Klassen des Robert Schuman- und des Gisbert von Romberg Berufskollegs. Über das Projekt „Angekommen in deiner Stadt Dortmund“, in dem junge Flüchtlinge und neu zugereiste Schüler zusätzlich beschult werden, konnten die Jugendlichen einen Tag der Begegnung und des Kennenlernens erleben.

Auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Medebach, Herrn Thomas Grosche, und des Leiters des Projekts „Angekommen“, Wolfgang Euteneuer, ging es in die kleine sauerländische Stadt Medebach. Nach dem Empfang mit anschließender Diskussionsrunde im Rathaus besichtigten die Schüler eine Kaffeerösterei.
In der Rösterei Langen konnten sie den Produktionsverlauf für fair gehandelten Kaffee beobachten und viele interessante Informationen über den Ausbildungsberuf erfahren.

Anschließend ging es auf Einladung des Bürgermeisters zum gemeinsamen Essen in den Medebacher Center Parc.

Am Nachmittag trafen die Dortmunder Jugendlichen auf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Medebach/Winterberg. Das folgende Fußballturnier wurde mit viel Freude vom Gymnasium und vom Dortmunder Projekt organisiert, sodass ebenso viele „Medebacher“ wie Dortmunder auf dem Platz standen. Bei der Austragung des Fußballturniers stand das gemeinsame Spiel von gemischten Mannschaften beider Städte im Vordergrund. Ein buntes und gut gelauntes Miteinander erfreute die Organisatoren ebenso wie die Schüler.

Das gemütliche Beisammensein zum Abschluss dieses interessanten Tages endete mit einem gemeinsamen Foto in der Aula des Gymnasiums. Die Einladung durch den Projektleiter Wolfgang Euteneuer zu einem Gegenbesuch wurde gerne angenommen.

So kommt es im Frühjahr zum Besuch der Medebacher Jugendlichen und einer erneuten Begegnung mit Jugendlichen des Projekts „Angekommen in deiner Stadt Dortmund“.

Projekt angekommen
Wolfgang Euteneuer
Interkulturelles Bildungshaus Heinrich Schmitz
Möllerstr.3
44137 Dortmund
Tel.: 0231/47601285

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21 Dezember 2015

angekommen bei der ATLAS® Schuhfabrik

Eine internationale Klasse vom Robert-Bosch-Berufskolleg besuchte in Kooperation mit dem Projekt »angekommen in deiner Stadt Dortmund« die ATLAS® Schuhfabrik in Dortmund Wickede.

Der Klasse wurden Einblicke in die Betriebsabläufe bei dem führenden Hersteller für innovative Sicherheitsschuhe in Europa ermöglicht. Bei einer ausführlichen Betriebsbesichtigung bekamen sie die Gelegenheit,  sich einen intensiven Eindruck innerhalb der verschiedenen Abteilungen des Unternehmens zu verschaffen. So bekamen die vorwiegend unbegleiteten Flüchtlinge unter anderem die Möglichkeit, das Logistikzentrum zu besichtigen, in dem mehr als 250.000 Paar Sicherheitsschuhe gelagert werden. Der Produktionsprozess von modernen Sicherheitsschuhen weckte großes Interesse bei den Jugendlichen. „Für uns als Dortmunder Unternehmen ist es eine absolute Selbstverständlichkeit, dass wir die Flüchtlinge bei der Gestaltung der beruflichen Perspektive unterstützen“, so Hendrik Schabsky, geschäftsführender Gesellschafter. Parallel unterstützt die ATLAS® Schuhfabrik die Bildungsstätten der Berufskollegs mit recycelten Wertstoffen. Es war mit Sicherheit nicht die letzte Betriebsbesichtigung einer internationalen Klasse bei der ATLAS® Schuhfabrik.

angekommen ist ein Projekt in gemeinsamer Kooperation zwischen der Stadt Dortmund (Fachbereich Schule),  der Walter Blüchert Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Projekt ist verantwortlich für die Beschulung und Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten  Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren. Es wird die Zielsetzung verfolgt, ein passgenaues Bildungsangebot für diese Gruppe zu etablieren.

Projekt angekommen
Wolfgang Euteneuer
Interkulturelles Bildungshaus Heinrich Schmitz
Möllerstr. 3
44137 Dortmund
Tel.: 0231/47601285

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