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Kommunikation | Silke Hanheide

24 Oktober 2016

Rotary Dortmund finanziert 7 neue DAZ-Kurse

Mit dem Ende der Herbstferien beginnt beim Projekt 'angekommen in deiner Stadt Dortmund' wieder der Start der zusätzlichen, vom Rotary Club Dortmund finanzierten Deutschkurse. 

Die sieben Kurs-Angebote "Deutsch als Zweitsprache" (DAZ) mit jeweils zwei Unterrichtseinheiten pro Woche werden bis zu den Sommerferien 2017 über 31 Wochen fortlaufen. Jeder DAZ-Kurs wird mit 6 bis 8 Schülern geplant und von je zwei Studierenden des Lehramtes der Fächer Deutsch und Sonderpädagogik geleitet.

Die insgesamt 14 angehenden LehrerInnen und Lehrer werden per Lehrauftrag (Finanzierung durch Rotarier) über das Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL) ausgebildet, das auch die gesamte Koordination übernimmt. Unterrichtsort ist Adam's Corner am Heinrich Schmitz Bildungszentrum.

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07 Oktober 2016

derwesten.de vom 7. Oktober 2016

Willkommen im Fußball: Integration ist auf'm Platz

 

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07 Oktober 2016

bundespraesident.de vom 7. Oktober 2016

Besuch des Integrationsprogramms "Willkommen im Fußball"

 

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07 Oktober 2016

Teamfoto mit Daniela Schadt und Dr. Reinhard Rauball

Ingrid Kramer, Wolfgang Euteneuer, Daniela Schadt, Martina Raddatz-Nowack, Klaus Banaszak (v.l.)

BVB-Stiftung „leuchte auf“, TSC Eintracht und „angekommen“ berichten über ein Jahr gemeinsame Integrationsarbeit

  • Daniela Schadt, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Dr. Reinhard Rauball, DFL-Präsident, besuchen Dortmunder Integrationsbündnis                                                 
  • Junge Geflüchtete sprechen über ihre Erlebnisse im Programm Willkommen im Fußball

 

Dortmund, 7. Oktober 2016 – Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Joachim Gauck, besuchte heute anlässlich des einjährigen Bestehens das Dortmunder Bündnis des bundesweiten Integrationsprogramms Willkommen im Fußball. Gemeinsam mit dem Präsidenten des DFL Deutsche Fußball Liga e.V., Dr. Reinhard Rauball, erfuhr die Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Gespräch mit dem Bündnis und jungen Geflüchteten, wie sich die gemeinsame Integrationsarbeit im vergangenen Jahr entwickelt hat.

Seit November 2015 ist das Bündnis, bestehend aus der BVB-Stiftung „leuchte auf“, dem TSC Eintracht Dortmund und dem Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung, Teil von Willkommen im Fußball. Jeden Mittwoch spielen 20 bis 25 Geflüchtete im Alter von 17 bis 20 Jahren unter Anleitung von Trainern der BVB-Fußballschule und des TSC Eintracht Fußball. Im Anschluss findet ein einstündiger Deutschkurs statt. Trainingsplatz, Schulräume und Verpflegung stellt der TSC, Sportkleidung und Materialien für den Unterricht kommen vom BVB. Betreut werden die Jugendlichen durch das Projekt „angekommen“, das gleichzeitig die jungen Spieler in örtliche Sportvereine vermittelt.

Der Rückblick auf die vergangenen Monate zeigt: Die schwankende Teilnehmerzahl, die Bildung einer festen Spielergruppe und die Zusammenarbeit im neuen Bündnis stellten anfängliche Herausforderungen dar. Heute sind die Aufgaben klar verteilt, jeder Bündnispartner bringt die eigenen Kompetenzen bestmöglich ein und es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Unternehmen im Netzwerk der Bündnispartner vermitteln Praktika, Ausbildungsplätze oder bieten Bewerbungstrainings an. Den Jugendlichen bleiben in Erinnerung die Eintrittskarten zu Bundesligaspielen des BVB und das gemeinsames Public Viewing mit der Faninitiative „schwatzgelb“. Bei der Südtribünenmeisterschaft, ein Fußballturnier für BVB-Fanklubs, erreichte die Mannschaft aus Geflüchteten den 7. Platz von 96 Mannschaften. Ein Testspiel gegen Abgeordnete des Düsseldorfer Landtags gewann die junge Mannschaft deutlich mit 6:0. Das Bündnis zeigt, wie erfolgreiche und respektvolle Integration gelebt wird.

Daniela Schadt erklärte: „Mannschaftssportarten und das Vereinsleben eignen sich sehr gut, um kulturelle, sprachliche, oder gesellschaftliche Barrieren zu überwinden. Das wird daran deutlich, dass einige Jugendliche mit Fluchthintergrund bereits aus den Trainingsangeboten des Programms Willkommen im Fußball in bestehende Vereine gewechselt sind. Darüber hinaus sind die inzwischen bundesweit etablierten Willkommensbündnisse für mich ein äußerst gelungenes Beispiel dafür, wie in einer Krisensituation Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Möglichkeiten vorbildlich gelingen kann.“

„Der Fußball ist tief in unserer Gesellschaft verankert und genießt große Aufmerksamkeit. Fußball bringt Menschen unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft zusammen und kann so einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. Er ist, wie kaum ein anderes Medium, in der Lage Botschaften zu vermitteln“, berichtet Dr. Reinhard Rauball, Präsident DFL Deutsche Fußball Liga e.V.

Carsten Cramer, Vorstand BVB-Stiftung „leuchte auf“, sagte: Borussia Dortmund ist gemeinsam mit starken Partnern aktiv den nächsten Schritt gegangen und sorgt über das Projekt Willkommen im Fußball für eine funktionierende Integration von jugendlichen Geflüchteten. Die Entwicklung des Projektes zeigt uns, dass wir damit auf dem absolut richtigen Weg sind.“ 

Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender TSC Eintracht Dortmund, erklärte:Mit über 7.000 Mitgliedern unter dem Dach der Eintracht bieten wir schon seit langem Menschen mit vielen verschiedenen kulturellen Wurzeln eine sportliche Heimat. Das Projekt ist ein weiterer Baustein für die Integrationsarbeit vor Ort, für die wir, wie viele andere Sportvereine auch, ein verlässlicher Partner sind

"Der Fußball in seiner einzigartigen Sprache ist der beste und schnellste Weg zur Integration!" meinte Wolfang Euteneuer vom Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung.

Albi Lugajej, 18 Jahre aus Albanien, erzählte den Gästen: " Dem Projekt ‚angekommen in Deiner Stadt Dortmund‘ und dem damit verbundenen Projekt Willkommen im Fußball verdanke ich, nun mit meinem Ausbildungsplatz als Bäcker in Deutschland bleiben zu können! Dafür danke ich sehr!"

Willkommen im Fußball ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das bundesweite Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. 21 Bündnisse wurden bereits etabliert. Jedes Bündnis wird mit bis zu 19.000 Euro gefördert. Willkommen im Fußball ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das von der Bundesliga-Stiftung initiiert und gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mit insgesamt 1,25 Mio. Euro gefördert wird.

 

Kontakt:

Anne Albrecht, Programmkommunikation, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin, anne.albrecht@remove-this.dkjs.de, Tel.: 030 25 76 76-13, Fax: 030 25 76 76-10, www.dkjs.de

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06 Oktober 2016

MIXED UP Preis Ankommen 2016 für „Creativity connected”

MIXED UP WETTBEWERB

für Kooperationen zwischen Kultur und Schule

Durch Zusammenarbeit gewinnen! Unter diesem Motto prämiert der bundesweite MIXED UP Wettbewerb seit 2005 gelungene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Trägern der Kulturellen Bildung und Schulen. Der Wettbewerb wird ausgelobt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ).

Creativity connected

Ein Kooperationsprojekt der Johann-Gutenberg-Realschule, des Paul-Ehrlich-Berufskollegs und dem Projekt „angekommen in deiner Stadt“ Dortmund

„Creativity connected“ heißt aufeinander zugehen, kreativ zusammenarbeiten, Austausch! Spaß! Dortmunder Jugendliche der Johann-Gutenberg-Realschule sowie Jugendliche und junge Erwachsene der Internationalen Förderklasse des Paul-Ehrlich-Berufskollegs, die größtenteils aus Syrien, aus dem Irak, aus Afghanistan und Eritrea stammen, lernen in Kooperation mit dem Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ in gemeinsamen Kreativ-Workshops nicht nur ihre Heimatstadt Dortmund (neu) kennen. Mit Kunst und Kultur entdecken sie die Mitgestaltungsmöglichkeiten einer gemeinsam angelegten Zukunft – unabhängig von ihren ganz unterschiedlichen Biografien.

„Schließlich leben wir alle unter demselben Himmel“, so ein Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule. Und um das Stück der Welt darunter mit allen Sinnen zu erkunden, hat er mit seinen Mitschüler/innen der Kunstklasse unter der Leitung von Claudia Werner die Kreativ-Workshop-Reihe „Creativity connected“ selbst entwickelt. Sie sind es auch, die die Workshops – nach einer entsprechenden Fortbildung – anleiten. Sie vermitteln den Schülerinnen und Schülern des Paul-Ehrlich-Berufskollegs in Begleitung von Claudia Horster und Rilana Olschowka mit und ohne Fluchterfahrung einfach anzuwendende künstlerische Techniken, die keine besonderen Vorkenntnisse erfordern.

In dem Workshop „Dreams Typographic Poetry“ verleihen die Jugendlichen ihren Wünschen und Träumen in einer vertonten Animation in PowerPoint Gestalt. Im Workshop „Sounds of Dortmund“ fangen sie, mit Aufnahmegeräten und Handy-Recorder-App ausgestattet, ihre Stadt akustisch ein – vom ratternden Metallzaun über U-Bahn-Geräusche bis hin zum Kassenklingeln. Entstanden ist daraus eine Klangcollage für einen ebenfalls eigens verfassten Willkommenssong für einen Videoclip. In einem dritten Workshop „Fotoshooting auf dem Skywalk“ begeben sich die Teilnehmer/innen in die luftige Höhe des ehemaligen Industriegeländes Phönix-West. In einer Fotoausstellung zum Thema „Freundschaft und Zusammenhalt“ bzw. „Brücken bauen“ sind die Ergebnisse zu sehen. Einige der Motive daraus waren bereits als großformatige Bilder beim internationalen Fest „Ein Ball – eine Welt“ im Signal Iduna Stadion ausgestellt.

Die Schüler/innen lernen in den Workshops aber nicht nur jede Menge für sich selbst. Sie werden zu Multiplikator/innen und geben ihr erworbenes Wissen wiederum an andere Schüler/innen und ihre Familien und Freunde weiter. Ihre Expertise reicht von der Workshop-Konzeption über die Durchführung von Typographic Poetry und Animation bis hin zur Gestaltung mit verschiedensten Medien wie Video, Audio, Fotografie.

Die Jugendlichen – aus welchem Land auch immer sie kommen und welche Geschichte sie mitbringen – erhalten mit den Workshops in Kooperation mit Klaus Banaszak vom Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ elementares Handwerkszeug, um ihre alte wie neue Heimat selbst im Austausch mit anderen gemeinsam zu gestalten – und das mit reichlich  Kreativität (Deutsch), Creativity (Englisch), Creatividad (Spanisch), Kreativitet (Albanisch), Abuurka (Somalisch), الإبداع (Arabisch), Dahiti (Kurdisch).

„Creativity Connected zeigt, wie das ‚Ankommen’ im neuen Lebensumfeld durch künstlerische Aktivitäten und Erfahrungen impulsgebend unterstützt und gestaltet werden kann. Das Miteinander und die enge Zusammenarbeit von Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung schafft einen wechselseitigen Dialog, der über die gemeinsamen künstlerischen Auseinandersetzungen hinausgeht. Zudem werden die Mitwirkenden im Prozessverlauf  nachhaltig zu Multiplikatoren“, betonte die Fachjury.

Weitere Informationen

Programm „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung

Johann-Gutenberg-Realschule, Dortmund

Projektseite

Video „Willkommenssong“: https://www.youtube.com/watch?v=iOlDZrD6JR4 

PDF-Präsentation: http://www.jgr-dortmund.de/fileadmin/user_upload/downloads/15_16/creativity_connected_skywalk/creativity_connected_-_Praesentation_Stand_23.06.2016.pdf

Foto: Claudia Werner, Lilli Pazurek, Cora Kirchhoff, Charlotte Sonnabend

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