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04 Februar 2016

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04 Februar 2016

28 Januar 2016

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04 Dezember 2015

Schule NRW 11/15: Bildung, Betreuung und Begleitung für junge Flüchtlinge

Der Artikel ist im Amtsblatt 11/2015 des NRW Schulministeriums "Schule NRW" als Titelgeschichte erschienen.

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01 Dezember 2015

Flüchtlingskinder: Schule ohne Deutschkenntnisse – geht das?

30.11.2015 | 12:11
RTLNEXT.de

Große Herausforderung
Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind auch viele Kinder im schulpflichtigen Alter. Die meisten sprechen kaum Deutsch, müssen und sollen aber in Schulklassen integriert werden. Wie kann das funktionieren? RTL-Reporterin Wiebke Hinz hatte Gelegenheit, sich das genauer anzuschauen.

Bisher funktionierte der Job des Lehrers noch so, wie die meisten Erwachsenen das aus ihrer Schulzeit kennen. Mittelpunkt war der Lehrkörper, seine 'Show' fand statt zwischen Pult und Tafel vor der versammelten Klasse, die ihre Aufmerksamkeit mal mehr, mal weniger auf den Wissensvermittler richteten. Aber wie sollen die Kinder, die kein Deutsch sprechen, da mitkommen? Sind sie nicht von vorn herein benachteiligt, ist ihre Schulkarriere nicht vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat?

Es geht zunächst nur mit Improvisation. Flüchtlingskinder – egal welchen Alters - werden erst einmal in eine neu gegründete 'Willkommensklasse' gesteckt. Rolf Janssen, Schulleiter am Robert-Schuman-Berufskolleg in Dortmund, hat an seiner Schule mittlerweile schon die fünfte so genannte 'Internationale Förderklasse' eingerichtet – darin sind Jugendliche die bisher kein oder kaum Deutsch sprechen. Es folgt eine Eingewöhnungsphase – nach der Ankunft im neuen Land sollen die Kinder auch in der neuen Schule ankommen, bevor sie in bestimmten Fächern auf bestehende Klassen verteilt werden. Es habe sich viel verändert, so Janssen, das Prozedere sei natürlich eine zusätzliche Belastung. Anfangs habe man große Sorge gehabt: Ist überhaupt genug Fachkompetenz vorhanden, um das Ganze zu stemmen?

Erste Erfolge
Und wenn sich diese Fragen schon an einer großem Schule in einer Stadt wie Dortmund stellen – wie soll so etwas auf dem Land und in kleineren Städten funktionieren? Um dieses Problem zu lösen und die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, hat sich das Projekt 'Angekommen' gegründet, beteiligt sind die Stadt Dortmund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Walter-Blüchert Stiftung. Projektleiter Wolfgang Euteneuer und seine Kollegen hoffen, dass bestenfalls bald ganz neue Schulfächer entstehen, alternative Angebote, Projektarbeit habe sich bewährt: Sport und Sprache, Kunst und Sprache, so Euteneuer. Klaus Banaszak, ebenfalls vom Projekt 'Angekommen' sagt: "Da versuchen wir möglichst die Lernformen zu nehmen wo die Sprache eher sekundär ist. Wo man sich über andere Techniken die Sprache auch aneignet."

Ein Beispiel: Mitarbeiter des Projekts 'Angekommen' laden deutsche und Flüchtlingsklassen zu gemeinsamen Workshops ein. Jeweils drei Schüler aus den beiden Klassen bilden ein Team. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen – doch sie sollen gemeinsam eine Aufgabe lösen: in die Stadt gehen und Geräusche für eine Soundcollage aufnehmen. Vorsichtiges Abchecken auf beiden Seiten, doch dann beginnt bald das nötige Teamwork und eine Kommunikation über die Sprachbarriere hinweg.

Die Stadt Dortmund verzeichnet mit dem Projekt erste Erfolge, auch andere Städte zeigen schon Interesse. Es ist ein Anfang, der Hoffnung schürt, dass die Kinder, die in Deutschland Schutz vor dem Krieg suchen, wirklich aufgefangen werden können.

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