Aktuelles › Pressemitteilungen

16 Januar 2017

Bundesweite Anerkennung für „angekommen“-Projektleiter:

Einladung zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten

Gütersloh/Dortmund, 16.01.2017. - Große Freude bei allen angekommen-Verantwortlichen: Wolfgang Euteneuer, Leiter des Flüchtlingsprogramms angekommen in deiner Stadt Dortmund erhielt von Daniela Schadt, Lebensgefährtin des deutschen Bundespräsidenten, eine Einladung zum Neujahrsempfang.  Im Berliner Schloss Bellevue sind jedes Jahr – neben Repräsentanten des öffentlichen Lebens – Bürger aus allen Bundesländern zu Gast, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben. Mit der Einladung danken ihnen der Bundespräsident und seine Lebensgefährtin für ihr Engagement.

Am 13. Januar war es soweit: Über den roten Teppich ging´s zum Schloss Bellevue (s. Foto). Zum Neujahrsempfang waren neben Gästen des diplomatischen auch Personen eingeladen, die der  „First Lady“  als Schirmherrin von UNICEF Deutschland, dem Müttergenesungswerk sowie der Kinder-  und Jugendstiftung im vergangenen Jahr begegnet waren.

Überzeugendes Konzept ausgezeichnet

Am 7. Oktober 2016 hatten die jungen Zuwanderer des Projekts „Willkommen im Fußball“ Besuch von Daniela Schadt erhalten. Dabei würdigte sie besonders das Dortmunder Modell, bei dem Schüler des angekommen-Projektes wöchentlich ein Fußballtraining erhalten, zugleich aber auch den verpflichtenden Deutschunterricht nach dem Training besuchen.  Die Kinder - und Jugendstiftung kooperiert seit November 2015 mit dem Dortmunder Projekt angekommen in deiner Stadt. Dieses überzeugende Konzept der drei Kooperationspartner Walter Blüchert Stiftung, Stadt Dortmund, BVB und der TSC Eintracht Dortmund wurde durch die Kinder- und Jugendstiftung mit einem Sonderpreis für beispielhafte Integrationsbestrebungen ausgezeichnet.


Erste Erfolge sichtbar

Im persönlichen Gespräch mit Projektleiter Wolfang Euteneuer würdigte Daniela Schadt beim Neujahrsempfang die engagierte Arbeit des angekommen-Teams und stellte heraus, dass sie oft vom Dortmunder Modell berichte.

„Schön, dass unsere Integrationsinitiative diese Anerkennung findet“, sagt Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. „Dank des kompetenten Einsatzes von Herrn Euteneuer und seinen zahlreichen Unterstützern ist unser Modellprojekt auf einem sehr guten Weg. Das zeigen übrigens auch die ersten Erfolge des jungen angekommen-Schülers, die bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben.“

weiterlesen

25 November 2016

Angekommen-Schüler mit internationalem Filmpreis ausgezeichnet:

Goldener Clip für Friday Opabajo beim REC-Filmfestival 2016

Große Freude in Dortmund: Der Film „A good Christian“ des damals 17-jährigen angekommen-Schülers Friday Opabajo wurde beim REC Filmfestival in Berlin mit dem Goldenen Clip ausgezeichnet. Das Werk beschreibt die Flucht des Jugendlichen aus seiner Heimat Nigeria. Entstanden ist die Dokumentation in der Film-AG des Projektpartners vonangekommen in deiner Stadt Dortmund“, geleitet von Vera Schöpfer, im Zentrum für Kunst und Kreativität des Dortmunder U.

Mehr als 500 Filmbeiträge aus 35 Ländern waren für den Wettbewerb eingereicht worden. 59 Filme aus 14 Ländern wurden ausgewählt. Neben dem Goldenen Clip für Friday gab es einen weiteren Goldenen Clip, einen silbernen sowie drei lobende Erwähnungen und einen Doku-Clip-Sonderpreis.

Das REC Filmfestival besteht seit 1992 – mit einem internationalen offenen Wettbewerb für Filme von Jugendlichen im Alter von 15 bis 27 Jahren. Besonderer Schwerpunkt ist das Angebot eines professionellen Feedbacks für die jungen Filmemacher und einer kritischen Reflexion der vorgeführten Filme. Die Fachjury setzt sich aus Filmschaffenden, Journalisten und Kritikern zusammen.

Veranstalter des REC-Filmfestivals sind die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, der gemeinnützige Verein PUMA e.V. mit seinem Medienzentrum Clip und die gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit GskA mbH.

Zum Film "A good Christian" von Friday Opabajo

Zur Homepage des REC-Filmfestivals 2016

"A good Christian" als aktueller Beitrag beim YOUKI-Festival in Österreich

weiterlesen

07 Oktober 2016

Teamfoto mit Daniela Schadt und Dr. Reinhard Rauball

Ingrid Kramer, Wolfgang Euteneuer, Daniela Schadt, Martina Raddatz-Nowack, Klaus Banaszak (v.l.)

BVB-Stiftung „leuchte auf“, TSC Eintracht und „angekommen“ berichten über ein Jahr gemeinsame Integrationsarbeit

  • Daniela Schadt, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Dr. Reinhard Rauball, DFL-Präsident, besuchen Dortmunder Integrationsbündnis                                                 
  • Junge Geflüchtete sprechen über ihre Erlebnisse im Programm Willkommen im Fußball

 

Dortmund, 7. Oktober 2016 – Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Joachim Gauck, besuchte heute anlässlich des einjährigen Bestehens das Dortmunder Bündnis des bundesweiten Integrationsprogramms Willkommen im Fußball. Gemeinsam mit dem Präsidenten des DFL Deutsche Fußball Liga e.V., Dr. Reinhard Rauball, erfuhr die Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Gespräch mit dem Bündnis und jungen Geflüchteten, wie sich die gemeinsame Integrationsarbeit im vergangenen Jahr entwickelt hat.

Seit November 2015 ist das Bündnis, bestehend aus der BVB-Stiftung „leuchte auf“, dem TSC Eintracht Dortmund und dem Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung, Teil von Willkommen im Fußball. Jeden Mittwoch spielen 20 bis 25 Geflüchtete im Alter von 17 bis 20 Jahren unter Anleitung von Trainern der BVB-Fußballschule und des TSC Eintracht Fußball. Im Anschluss findet ein einstündiger Deutschkurs statt. Trainingsplatz, Schulräume und Verpflegung stellt der TSC, Sportkleidung und Materialien für den Unterricht kommen vom BVB. Betreut werden die Jugendlichen durch das Projekt „angekommen“, das gleichzeitig die jungen Spieler in örtliche Sportvereine vermittelt.

Der Rückblick auf die vergangenen Monate zeigt: Die schwankende Teilnehmerzahl, die Bildung einer festen Spielergruppe und die Zusammenarbeit im neuen Bündnis stellten anfängliche Herausforderungen dar. Heute sind die Aufgaben klar verteilt, jeder Bündnispartner bringt die eigenen Kompetenzen bestmöglich ein und es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Unternehmen im Netzwerk der Bündnispartner vermitteln Praktika, Ausbildungsplätze oder bieten Bewerbungstrainings an. Den Jugendlichen bleiben in Erinnerung die Eintrittskarten zu Bundesligaspielen des BVB und das gemeinsames Public Viewing mit der Faninitiative „schwatzgelb“. Bei der Südtribünenmeisterschaft, ein Fußballturnier für BVB-Fanklubs, erreichte die Mannschaft aus Geflüchteten den 7. Platz von 96 Mannschaften. Ein Testspiel gegen Abgeordnete des Düsseldorfer Landtags gewann die junge Mannschaft deutlich mit 6:0. Das Bündnis zeigt, wie erfolgreiche und respektvolle Integration gelebt wird.

Daniela Schadt erklärte: „Mannschaftssportarten und das Vereinsleben eignen sich sehr gut, um kulturelle, sprachliche, oder gesellschaftliche Barrieren zu überwinden. Das wird daran deutlich, dass einige Jugendliche mit Fluchthintergrund bereits aus den Trainingsangeboten des Programms Willkommen im Fußball in bestehende Vereine gewechselt sind. Darüber hinaus sind die inzwischen bundesweit etablierten Willkommensbündnisse für mich ein äußerst gelungenes Beispiel dafür, wie in einer Krisensituation Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Möglichkeiten vorbildlich gelingen kann.“

„Der Fußball ist tief in unserer Gesellschaft verankert und genießt große Aufmerksamkeit. Fußball bringt Menschen unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft zusammen und kann so einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. Er ist, wie kaum ein anderes Medium, in der Lage Botschaften zu vermitteln“, berichtet Dr. Reinhard Rauball, Präsident DFL Deutsche Fußball Liga e.V.

Carsten Cramer, Vorstand BVB-Stiftung „leuchte auf“, sagte: Borussia Dortmund ist gemeinsam mit starken Partnern aktiv den nächsten Schritt gegangen und sorgt über das Projekt Willkommen im Fußball für eine funktionierende Integration von jugendlichen Geflüchteten. Die Entwicklung des Projektes zeigt uns, dass wir damit auf dem absolut richtigen Weg sind.“ 

Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender TSC Eintracht Dortmund, erklärte:Mit über 7.000 Mitgliedern unter dem Dach der Eintracht bieten wir schon seit langem Menschen mit vielen verschiedenen kulturellen Wurzeln eine sportliche Heimat. Das Projekt ist ein weiterer Baustein für die Integrationsarbeit vor Ort, für die wir, wie viele andere Sportvereine auch, ein verlässlicher Partner sind

"Der Fußball in seiner einzigartigen Sprache ist der beste und schnellste Weg zur Integration!" meinte Wolfang Euteneuer vom Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung.

Albi Lugajej, 18 Jahre aus Albanien, erzählte den Gästen: " Dem Projekt ‚angekommen in Deiner Stadt Dortmund‘ und dem damit verbundenen Projekt Willkommen im Fußball verdanke ich, nun mit meinem Ausbildungsplatz als Bäcker in Deutschland bleiben zu können! Dafür danke ich sehr!"

Willkommen im Fußball ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das bundesweite Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. 21 Bündnisse wurden bereits etabliert. Jedes Bündnis wird mit bis zu 19.000 Euro gefördert. Willkommen im Fußball ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das von der Bundesliga-Stiftung initiiert und gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mit insgesamt 1,25 Mio. Euro gefördert wird.

 

Kontakt:

Anne Albrecht, Programmkommunikation, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin, anne.albrecht@remove-this.dkjs.de, Tel.: 030 25 76 76-13, Fax: 030 25 76 76-10, www.dkjs.de

weiterlesen

06 Oktober 2016

MIXED UP Preis Ankommen 2016 für „Creativity connected”

MIXED UP WETTBEWERB

für Kooperationen zwischen Kultur und Schule

Durch Zusammenarbeit gewinnen! Unter diesem Motto prämiert der bundesweite MIXED UP Wettbewerb seit 2005 gelungene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Trägern der Kulturellen Bildung und Schulen. Der Wettbewerb wird ausgelobt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ).

Creativity connected

Ein Kooperationsprojekt der Johann-Gutenberg-Realschule, des Paul-Ehrlich-Berufskollegs und dem Projekt „angekommen in deiner Stadt“ Dortmund

„Creativity connected“ heißt aufeinander zugehen, kreativ zusammenarbeiten, Austausch! Spaß! Dortmunder Jugendliche der Johann-Gutenberg-Realschule sowie Jugendliche und junge Erwachsene der Internationalen Förderklasse des Paul-Ehrlich-Berufskollegs, die größtenteils aus Syrien, aus dem Irak, aus Afghanistan und Eritrea stammen, lernen in Kooperation mit dem Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ in gemeinsamen Kreativ-Workshops nicht nur ihre Heimatstadt Dortmund (neu) kennen. Mit Kunst und Kultur entdecken sie die Mitgestaltungsmöglichkeiten einer gemeinsam angelegten Zukunft – unabhängig von ihren ganz unterschiedlichen Biografien.

„Schließlich leben wir alle unter demselben Himmel“, so ein Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule. Und um das Stück der Welt darunter mit allen Sinnen zu erkunden, hat er mit seinen Mitschüler/innen der Kunstklasse unter der Leitung von Claudia Werner die Kreativ-Workshop-Reihe „Creativity connected“ selbst entwickelt. Sie sind es auch, die die Workshops – nach einer entsprechenden Fortbildung – anleiten. Sie vermitteln den Schülerinnen und Schülern des Paul-Ehrlich-Berufskollegs in Begleitung von Claudia Horster und Rilana Olschowka mit und ohne Fluchterfahrung einfach anzuwendende künstlerische Techniken, die keine besonderen Vorkenntnisse erfordern.

In dem Workshop „Dreams Typographic Poetry“ verleihen die Jugendlichen ihren Wünschen und Träumen in einer vertonten Animation in PowerPoint Gestalt. Im Workshop „Sounds of Dortmund“ fangen sie, mit Aufnahmegeräten und Handy-Recorder-App ausgestattet, ihre Stadt akustisch ein – vom ratternden Metallzaun über U-Bahn-Geräusche bis hin zum Kassenklingeln. Entstanden ist daraus eine Klangcollage für einen ebenfalls eigens verfassten Willkommenssong für einen Videoclip. In einem dritten Workshop „Fotoshooting auf dem Skywalk“ begeben sich die Teilnehmer/innen in die luftige Höhe des ehemaligen Industriegeländes Phönix-West. In einer Fotoausstellung zum Thema „Freundschaft und Zusammenhalt“ bzw. „Brücken bauen“ sind die Ergebnisse zu sehen. Einige der Motive daraus waren bereits als großformatige Bilder beim internationalen Fest „Ein Ball – eine Welt“ im Signal Iduna Stadion ausgestellt.

Die Schüler/innen lernen in den Workshops aber nicht nur jede Menge für sich selbst. Sie werden zu Multiplikator/innen und geben ihr erworbenes Wissen wiederum an andere Schüler/innen und ihre Familien und Freunde weiter. Ihre Expertise reicht von der Workshop-Konzeption über die Durchführung von Typographic Poetry und Animation bis hin zur Gestaltung mit verschiedensten Medien wie Video, Audio, Fotografie.

Die Jugendlichen – aus welchem Land auch immer sie kommen und welche Geschichte sie mitbringen – erhalten mit den Workshops in Kooperation mit Klaus Banaszak vom Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ elementares Handwerkszeug, um ihre alte wie neue Heimat selbst im Austausch mit anderen gemeinsam zu gestalten – und das mit reichlich  Kreativität (Deutsch), Creativity (Englisch), Creatividad (Spanisch), Kreativitet (Albanisch), Abuurka (Somalisch), الإبداع (Arabisch), Dahiti (Kurdisch).

„Creativity Connected zeigt, wie das ‚Ankommen’ im neuen Lebensumfeld durch künstlerische Aktivitäten und Erfahrungen impulsgebend unterstützt und gestaltet werden kann. Das Miteinander und die enge Zusammenarbeit von Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung schafft einen wechselseitigen Dialog, der über die gemeinsamen künstlerischen Auseinandersetzungen hinausgeht. Zudem werden die Mitwirkenden im Prozessverlauf  nachhaltig zu Multiplikatoren“, betonte die Fachjury.

Weitere Informationen

Programm „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung

Johann-Gutenberg-Realschule, Dortmund

Projektseite

Video „Willkommenssong“: https://www.youtube.com/watch?v=iOlDZrD6JR4 

PDF-Präsentation: http://www.jgr-dortmund.de/fileadmin/user_upload/downloads/15_16/creativity_connected_skywalk/creativity_connected_-_Praesentation_Stand_23.06.2016.pdf

Foto: Claudia Werner, Lilli Pazurek, Cora Kirchhoff, Charlotte Sonnabend

weiterlesen

02 September 2016

Angekommen in deiner Stadt Münster: Sylvia Löhrmann, Prof. Dr. Gunter Thielen, Dr. Marianne Ravenstein, Ingrid Kramer und Markus Lewe (v.l.) zum Projektstart im JAZ (Fotograf: J. Voth)

Angekommen in deiner Stadt Münster: Lern- und Begegnungsstätte im JAZ für junge Geflüchtete eingeweiht

Münster/Düsseldorf/Gütersloh, 2. September 2016. – Auftakt für das Integrationsprogramm angekommen in deiner Stadt Münster“ im Jugendausbildungszentrum JAZ in der Kinderhauser Straße: Schulministerin Sylvia Löhrmann, Oberbürgermeister Markus Lewe und Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, haben die Jugendlichen zum Start in das neue Schuljahr begrüßt. Mit dem neuen Projekt unterstützen die drei Kooperationspartner junge Geflüchtete dabei, in Münster tatsächlich anzukommen und ein neues Zuhause zu finden.

Das Projekt angekommen in deiner Stadt“ – bisher bereits in Dortmund, Bielefeld und im Kreis Recklinghausen gestartet – verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen an Berufskollegs mit maßgeschneidertem Unterricht auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss und beim Übergang in eine Ausbildung zu begleiten und zu unterstützen.

In Münster wurden für die Startphase die sechs städtischen Berufskollegs mit circa 300 Schülerinnen und Schülern ausgewählt: das Adolph-Kolping-Berufskolleg, das Anne-Frank-Berufskolleg, das Hansa-Berufskolleg, das Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg, das Hans-Böckler-Berufskolleg und das Ludwig-Erhard-Berufskolleg machen mit. Weitere werden bis zum Jahresende folgen.

Dr. Marianne Ravenstein, Prorektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, unterstrich als wichtige Projektpartnerin der Stadt das Engagement der Universität für die Integrationsinitiative.

Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen konnten zeigen, was für sie „ankommen“ bedeutet, indem sie in filmischen Beiträgen ihren Alltag darstellten, medial vermittelte Projekte sowie Ergebnisse aus dem berufspraktischen Unterricht präsentierten. Auch selbst gemachte internationale Häppchen, die den Gästen der Veranstaltung angeboten wurden, gehörten dazu.

„Ich freue mich sehr“, so Schulministerin Sylvia Löhrmann, „gemeinsam mit unseren Partnern das Projekt ‚angekommen in deiner Stadt‘ heute auch in Münster eröffnen zu können. Uns eint das Ziel, dass die neu zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gute Bildungschancen erhalten. Das Projekt ‚angekommen‘ verknüpft hierzu beispielhaft schulische und berufliche Bildung mit verschiedenen Angeboten außerhalb der Schulzeit. Die jungen Menschen werden eng begleitet und dabei unterstützt, für ihre Zukunft zu lernen und am Leben in Schule und Alltagsumfeld erfolgreich teilhaben zu können.“ Das Schulministerium unterstützt das Programm an allen vier Standorten mit je einer zusätzlichen Lehrerstelle.

Oberbürgermeister Markus Lewe sagte: „An einem neuen Ort anzukommen und heimisch zu werden ist nicht immer einfach. Deshalb ist sehr erfreulich, dass hier im JAZ in Münster junge Menschen mit offenen Armen empfangen werden und sie die Unterstützung finden, die ihnen einen guten Start in die Schule und in den Alltag erleichtert.“

Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, erläuterte das Erfolgskonzept: „Unser ‚angekommen‘-Programm hat zwei tragende Säulen: Die gezielte, individuelle Förderung in den Berufskollegs und die Betreuung außerhalb der Schulzeit – mit zahlreichen Bildungsangeboten und Rückzugsmöglichkeiten an einem geschützten Ort. Ich freue mich, dass die Stadt Münster hier im JAZ eine ideale Begegnungsstätte zur Verfügung stellt, die auch den Kontakt mit jungen Menschen aus Deutschland ermöglicht. Dieser Austausch trägt ganz wesentlich zur Integration bei und fördert das Verständnis für einander.“

In Münster entsteht in den Räumen des JAZ eine zentrale Anlaufstelle für die jungen Flüchtlinge. Sie dient als außerschulischer Lernort und Wohlfühlstätte, um in der neuen Heimat anzukommen. Unter der Leitung von Andjela Rakowski und Annette van Bebber bieten pädagogische Fachkräfte Beratung und Unterstützung an: begleitetes Selbstlernen, Alltagshilfen, Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung, zum Beispiel in den Bereichen Kultur und Sport, aber auch Unterstützung bei der beruflichen Orientierung. Dabei arbeiten die Projektverantwortlichen mit zahlreichen lokalen Münsteraner Partnern zusammen.

Website: http://www.an-ge-kommen.de/muenster/

 


Kontakte für Rückfragen:

Pressestelle Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, 
Tel. 0211-5867-3505, presse@remove-this.msw.nrw.de

Presseamt der Stadt Münster, Tel. 02 51/4 92-1301,
E-Mail: presseamt@remove-this.stadt-muenster.de

Dr. Ulrike Naim, Kommunikation Walter Blüchert Stiftung, Tel. 0152-31066167, E-Mail: presse@walter-bluechert-stiftung.de

weiterlesen