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Kommunikation | Silke Hanheide

21 Dezember 2015

angekommen bei der ATLAS® Schuhfabrik

Eine internationale Klasse vom Robert-Bosch-Berufskolleg besuchte in Kooperation mit dem Projekt »angekommen in deiner Stadt Dortmund« die ATLAS® Schuhfabrik in Dortmund Wickede.

Der Klasse wurden Einblicke in die Betriebsabläufe bei dem führenden Hersteller für innovative Sicherheitsschuhe in Europa ermöglicht. Bei einer ausführlichen Betriebsbesichtigung bekamen sie die Gelegenheit,  sich einen intensiven Eindruck innerhalb der verschiedenen Abteilungen des Unternehmens zu verschaffen. So bekamen die vorwiegend unbegleiteten Flüchtlinge unter anderem die Möglichkeit, das Logistikzentrum zu besichtigen, in dem mehr als 250.000 Paar Sicherheitsschuhe gelagert werden. Der Produktionsprozess von modernen Sicherheitsschuhen weckte großes Interesse bei den Jugendlichen. „Für uns als Dortmunder Unternehmen ist es eine absolute Selbstverständlichkeit, dass wir die Flüchtlinge bei der Gestaltung der beruflichen Perspektive unterstützen“, so Hendrik Schabsky, geschäftsführender Gesellschafter. Parallel unterstützt die ATLAS® Schuhfabrik die Bildungsstätten der Berufskollegs mit recycelten Wertstoffen. Es war mit Sicherheit nicht die letzte Betriebsbesichtigung einer internationalen Klasse bei der ATLAS® Schuhfabrik.

angekommen ist ein Projekt in gemeinsamer Kooperation zwischen der Stadt Dortmund (Fachbereich Schule),  der Walter Blüchert Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Projekt ist verantwortlich für die Beschulung und Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten  Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren. Es wird die Zielsetzung verfolgt, ein passgenaues Bildungsangebot für diese Gruppe zu etablieren.

Projekt angekommen
Wolfgang Euteneuer
Interkulturelles Bildungshaus Heinrich Schmitz
Möllerstr. 3
44137 Dortmund
Tel.: 0231/47601285

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04 Dezember 2015

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04 Dezember 2015

Schule NRW 11/15: Bildung, Betreuung und Begleitung für junge Flüchtlinge

Der Artikel ist im Amtsblatt 11/2015 des NRW Schulministeriums "Schule NRW" als Titelgeschichte erschienen.

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01 Dezember 2015

Flüchtlingskinder: Schule ohne Deutschkenntnisse – geht das?

30.11.2015 | 12:11
RTLNEXT.de

Große Herausforderung
Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind auch viele Kinder im schulpflichtigen Alter. Die meisten sprechen kaum Deutsch, müssen und sollen aber in Schulklassen integriert werden. Wie kann das funktionieren? RTL-Reporterin Wiebke Hinz hatte Gelegenheit, sich das genauer anzuschauen.

Bisher funktionierte der Job des Lehrers noch so, wie die meisten Erwachsenen das aus ihrer Schulzeit kennen. Mittelpunkt war der Lehrkörper, seine 'Show' fand statt zwischen Pult und Tafel vor der versammelten Klasse, die ihre Aufmerksamkeit mal mehr, mal weniger auf den Wissensvermittler richteten. Aber wie sollen die Kinder, die kein Deutsch sprechen, da mitkommen? Sind sie nicht von vorn herein benachteiligt, ist ihre Schulkarriere nicht vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat?

Es geht zunächst nur mit Improvisation. Flüchtlingskinder – egal welchen Alters - werden erst einmal in eine neu gegründete 'Willkommensklasse' gesteckt. Rolf Janssen, Schulleiter am Robert-Schuman-Berufskolleg in Dortmund, hat an seiner Schule mittlerweile schon die fünfte so genannte 'Internationale Förderklasse' eingerichtet – darin sind Jugendliche die bisher kein oder kaum Deutsch sprechen. Es folgt eine Eingewöhnungsphase – nach der Ankunft im neuen Land sollen die Kinder auch in der neuen Schule ankommen, bevor sie in bestimmten Fächern auf bestehende Klassen verteilt werden. Es habe sich viel verändert, so Janssen, das Prozedere sei natürlich eine zusätzliche Belastung. Anfangs habe man große Sorge gehabt: Ist überhaupt genug Fachkompetenz vorhanden, um das Ganze zu stemmen?

Erste Erfolge
Und wenn sich diese Fragen schon an einer großem Schule in einer Stadt wie Dortmund stellen – wie soll so etwas auf dem Land und in kleineren Städten funktionieren? Um dieses Problem zu lösen und die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, hat sich das Projekt 'Angekommen' gegründet, beteiligt sind die Stadt Dortmund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Walter-Blüchert Stiftung. Projektleiter Wolfgang Euteneuer und seine Kollegen hoffen, dass bestenfalls bald ganz neue Schulfächer entstehen, alternative Angebote, Projektarbeit habe sich bewährt: Sport und Sprache, Kunst und Sprache, so Euteneuer. Klaus Banaszak, ebenfalls vom Projekt 'Angekommen' sagt: "Da versuchen wir möglichst die Lernformen zu nehmen wo die Sprache eher sekundär ist. Wo man sich über andere Techniken die Sprache auch aneignet."

Ein Beispiel: Mitarbeiter des Projekts 'Angekommen' laden deutsche und Flüchtlingsklassen zu gemeinsamen Workshops ein. Jeweils drei Schüler aus den beiden Klassen bilden ein Team. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen – doch sie sollen gemeinsam eine Aufgabe lösen: in die Stadt gehen und Geräusche für eine Soundcollage aufnehmen. Vorsichtiges Abchecken auf beiden Seiten, doch dann beginnt bald das nötige Teamwork und eine Kommunikation über die Sprachbarriere hinweg.

Die Stadt Dortmund verzeichnet mit dem Projekt erste Erfolge, auch andere Städte zeigen schon Interesse. Es ist ein Anfang, der Hoffnung schürt, dass die Kinder, die in Deutschland Schutz vor dem Krieg suchen, wirklich aufgefangen werden können.

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30 November 2015

Leben in Deutschland – Leben in Dortmund

Unterrichtsreihe für junge Flüchtlinge in Adam´s Corner

Dortmund, 30.11.2015. – Mit der Unterrichtsreihe „Leben in Deutschland – Leben in Dortmund“ möchte das Dortmunder Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg den Jugendlichen in der Willkommensklasse des Programms angekommen Orientierungshilfe geben. „Unser Projekt hat das Ziel, junge Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion das Leben in Deutschland zu erleichtern“, sagt Bianca Euteneuer, die jeweils freitags als Honorarkraft im „Adams Corner“, dem Gebäude des Projektes „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ im Einsatz ist.

Persönlich, spielerisch und partizipativ

Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung sprachlicher Kompetenz, sondern auch um Wissensaneignung in den unterschiedlichsten Bereichen, wie z.B. „Lebensweisen und Rituale“, „Rechte und Pflichten“, „Bildung und Arbeit“ und auch „Wohnen und Freizeit.“ Auch „Politische Bildung“ wird sowohl im landes- und bundespolitischen Kontext als auch im Bereich der Kommunalpolitik thematisiert.

Die Basis für ein gutes Lernklima bilden persönliche Begegnungen. Spielerische Elemente kommen methodisch zum Einsatz. Alle Module werden partizipativ, also in Zusammenarbeit mit den Schülern, gefüllt und sind bedarfsgerecht auch austauschbar.

Mehrere Unterrichts-Module
Die Unterrichtreihe ist in mehrere Module gegliedert – zum Beispiel:
-       „Wer, wie, was?“ – Kennenlernen von Person, Wunsch und Bedürfnis (Wissen / Bedürfnisse abfragen; Methoden wie „Flüstergespräche“)
-       „Wortschatzerweiterung, spielend gelernt“ – mit Spielen Lernen von Wörtern, Lernen von Erklärungen (Tabu Spiel und ein Begriffe-Spiel)
-       „Sport als Lernfeld in Theorie und Praxis – Fußball ABC (Spezifische Begriffe, Förderung des Teamgeistes; Regeln und Spielaufstellung)
-       „Auf Achse in meiner Stadt“ – eine Stadt-Rallye durch Dortmund (Entdecken von besonderen Punkten, Anleitungen zu lesen und zu verstehen)
-       „Esskultur in Theorie und Praxis“ – Essen von Allen für Alle (Erlernen verschiedener Esskulturen, Rezepte, gemeinsames Essen in der Mittagspause)
-       „Rechte und Pflichten, Verbote und Gebote“ (als Gast: ein Polizist aus der Stadt)        
-       „Politischer Bildung in Bund, Land und Kommune“ (Besuch im Rathaus mit Rathausführung durch den Bezirksbürgermeister und Politikern)
-       „Lebensplanung – Berufsplanung“ – Meine Idee von mir und meiner Zukunft.


Mit dem Alltag vertraut machen

Bianca Euteneuer, ausgebildete Diplom Sozialpädagogin, hat diese Unterrichtsreihe speziell für die Willkommensklassen des Projektes angekommen in deiner Stadt Dortmund entwickelt. Sie bringt ihre Erfahrungen aus ihrer hauptamtlichen Tätigkeit als Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Ennepetal mit ein.

„Wenn wir erreichen möchten, dass die jungen Flüchtlinge wirklich bei uns ankommen und sich hier zu Hause fühlen, müssen wir sie mit unserem Alltag und dem Leben in Deutschland vertraut machen und ihnen die Unterstützung geben, die sie brauchen“, sagt sie und ist überzeugt: „Der Wissensdrang und die Lust auf die Erkundung ihrer neuen Umgebung ist bei allen Jugendlichen ganz gewaltig. Die Jugendlichen sind interessiert und fleißig. Das können auch Sprachbarrieren nicht aufhalten.“

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