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Kommunikation | Silke Hanheide

22 Dezember 2015

Schüler des Projekts „Angekommen in Dortmund“ besuchen die sauerländische Kleinstadt Medebach

Einen außergewöhnlichen Tag erlebten ca. 40 Schülerinnen und Schüler der internationalen Klassen des Robert Schuman- und des Gisbert von Romberg Berufskollegs. Über das Projekt „Angekommen in deiner Stadt Dortmund“, in dem junge Flüchtlinge und neu zugereiste Schüler zusätzlich beschult werden, konnten die Jugendlichen einen Tag der Begegnung und des Kennenlernens erleben.

Auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Medebach, Herrn Thomas Grosche, und des Leiters des Projekts „Angekommen“, Wolfgang Euteneuer, ging es in die kleine sauerländische Stadt Medebach. Nach dem Empfang mit anschließender Diskussionsrunde im Rathaus besichtigten die Schüler eine Kaffeerösterei.
In der Rösterei Langen konnten sie den Produktionsverlauf für fair gehandelten Kaffee beobachten und viele interessante Informationen über den Ausbildungsberuf erfahren.

Anschließend ging es auf Einladung des Bürgermeisters zum gemeinsamen Essen in den Medebacher Center Parc.

Am Nachmittag trafen die Dortmunder Jugendlichen auf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Medebach/Winterberg. Das folgende Fußballturnier wurde mit viel Freude vom Gymnasium und vom Dortmunder Projekt organisiert, sodass ebenso viele „Medebacher“ wie Dortmunder auf dem Platz standen. Bei der Austragung des Fußballturniers stand das gemeinsame Spiel von gemischten Mannschaften beider Städte im Vordergrund. Ein buntes und gut gelauntes Miteinander erfreute die Organisatoren ebenso wie die Schüler.

Das gemütliche Beisammensein zum Abschluss dieses interessanten Tages endete mit einem gemeinsamen Foto in der Aula des Gymnasiums. Die Einladung durch den Projektleiter Wolfgang Euteneuer zu einem Gegenbesuch wurde gerne angenommen.

So kommt es im Frühjahr zum Besuch der Medebacher Jugendlichen und einer erneuten Begegnung mit Jugendlichen des Projekts „Angekommen in deiner Stadt Dortmund“.

Projekt angekommen
Wolfgang Euteneuer
Interkulturelles Bildungshaus Heinrich Schmitz
Möllerstr.3
44137 Dortmund
Tel.: 0231/47601285

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21 Dezember 2015

angekommen bei der ATLAS® Schuhfabrik

Eine internationale Klasse vom Robert-Bosch-Berufskolleg besuchte in Kooperation mit dem Projekt »angekommen in deiner Stadt Dortmund« die ATLAS® Schuhfabrik in Dortmund Wickede.

Der Klasse wurden Einblicke in die Betriebsabläufe bei dem führenden Hersteller für innovative Sicherheitsschuhe in Europa ermöglicht. Bei einer ausführlichen Betriebsbesichtigung bekamen sie die Gelegenheit,  sich einen intensiven Eindruck innerhalb der verschiedenen Abteilungen des Unternehmens zu verschaffen. So bekamen die vorwiegend unbegleiteten Flüchtlinge unter anderem die Möglichkeit, das Logistikzentrum zu besichtigen, in dem mehr als 250.000 Paar Sicherheitsschuhe gelagert werden. Der Produktionsprozess von modernen Sicherheitsschuhen weckte großes Interesse bei den Jugendlichen. „Für uns als Dortmunder Unternehmen ist es eine absolute Selbstverständlichkeit, dass wir die Flüchtlinge bei der Gestaltung der beruflichen Perspektive unterstützen“, so Hendrik Schabsky, geschäftsführender Gesellschafter. Parallel unterstützt die ATLAS® Schuhfabrik die Bildungsstätten der Berufskollegs mit recycelten Wertstoffen. Es war mit Sicherheit nicht die letzte Betriebsbesichtigung einer internationalen Klasse bei der ATLAS® Schuhfabrik.

angekommen ist ein Projekt in gemeinsamer Kooperation zwischen der Stadt Dortmund (Fachbereich Schule),  der Walter Blüchert Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Projekt ist verantwortlich für die Beschulung und Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten  Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren. Es wird die Zielsetzung verfolgt, ein passgenaues Bildungsangebot für diese Gruppe zu etablieren.

Projekt angekommen
Wolfgang Euteneuer
Interkulturelles Bildungshaus Heinrich Schmitz
Möllerstr. 3
44137 Dortmund
Tel.: 0231/47601285

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04 Dezember 2015

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04 Dezember 2015

Schule NRW 11/15: Bildung, Betreuung und Begleitung für junge Flüchtlinge

Der Artikel ist im Amtsblatt 11/2015 des NRW Schulministeriums "Schule NRW" als Titelgeschichte erschienen.

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01 Dezember 2015

Flüchtlingskinder: Schule ohne Deutschkenntnisse – geht das?

30.11.2015 | 12:11
RTLNEXT.de

Große Herausforderung
Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind auch viele Kinder im schulpflichtigen Alter. Die meisten sprechen kaum Deutsch, müssen und sollen aber in Schulklassen integriert werden. Wie kann das funktionieren? RTL-Reporterin Wiebke Hinz hatte Gelegenheit, sich das genauer anzuschauen.

Bisher funktionierte der Job des Lehrers noch so, wie die meisten Erwachsenen das aus ihrer Schulzeit kennen. Mittelpunkt war der Lehrkörper, seine 'Show' fand statt zwischen Pult und Tafel vor der versammelten Klasse, die ihre Aufmerksamkeit mal mehr, mal weniger auf den Wissensvermittler richteten. Aber wie sollen die Kinder, die kein Deutsch sprechen, da mitkommen? Sind sie nicht von vorn herein benachteiligt, ist ihre Schulkarriere nicht vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat?

Es geht zunächst nur mit Improvisation. Flüchtlingskinder – egal welchen Alters - werden erst einmal in eine neu gegründete 'Willkommensklasse' gesteckt. Rolf Janssen, Schulleiter am Robert-Schuman-Berufskolleg in Dortmund, hat an seiner Schule mittlerweile schon die fünfte so genannte 'Internationale Förderklasse' eingerichtet – darin sind Jugendliche die bisher kein oder kaum Deutsch sprechen. Es folgt eine Eingewöhnungsphase – nach der Ankunft im neuen Land sollen die Kinder auch in der neuen Schule ankommen, bevor sie in bestimmten Fächern auf bestehende Klassen verteilt werden. Es habe sich viel verändert, so Janssen, das Prozedere sei natürlich eine zusätzliche Belastung. Anfangs habe man große Sorge gehabt: Ist überhaupt genug Fachkompetenz vorhanden, um das Ganze zu stemmen?

Erste Erfolge
Und wenn sich diese Fragen schon an einer großem Schule in einer Stadt wie Dortmund stellen – wie soll so etwas auf dem Land und in kleineren Städten funktionieren? Um dieses Problem zu lösen und die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, hat sich das Projekt 'Angekommen' gegründet, beteiligt sind die Stadt Dortmund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Walter-Blüchert Stiftung. Projektleiter Wolfgang Euteneuer und seine Kollegen hoffen, dass bestenfalls bald ganz neue Schulfächer entstehen, alternative Angebote, Projektarbeit habe sich bewährt: Sport und Sprache, Kunst und Sprache, so Euteneuer. Klaus Banaszak, ebenfalls vom Projekt 'Angekommen' sagt: "Da versuchen wir möglichst die Lernformen zu nehmen wo die Sprache eher sekundär ist. Wo man sich über andere Techniken die Sprache auch aneignet."

Ein Beispiel: Mitarbeiter des Projekts 'Angekommen' laden deutsche und Flüchtlingsklassen zu gemeinsamen Workshops ein. Jeweils drei Schüler aus den beiden Klassen bilden ein Team. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen – doch sie sollen gemeinsam eine Aufgabe lösen: in die Stadt gehen und Geräusche für eine Soundcollage aufnehmen. Vorsichtiges Abchecken auf beiden Seiten, doch dann beginnt bald das nötige Teamwork und eine Kommunikation über die Sprachbarriere hinweg.

Die Stadt Dortmund verzeichnet mit dem Projekt erste Erfolge, auch andere Städte zeigen schon Interesse. Es ist ein Anfang, der Hoffnung schürt, dass die Kinder, die in Deutschland Schutz vor dem Krieg suchen, wirklich aufgefangen werden können.

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