angekommen im Kreis Recklinghausen

Willkommen in Kreis Recklinghausen!
angekommen hilft beim Start in der neuen Heimat

 

Junge Flüchtlinge und zugewanderte Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die im Kreis Recklinghausen leben, sollen hier eine neue Heimat finden, die Schule besuchen, sich im Alltag zurechtfinden sowie auf den Beruf und das Arbeitsleben vorbereiten. 

Drei Kooperationspartner haben sich zusammengetan, um diese Jugendlichen dabei zu unterstützen: Im neu gegründeten Projekt angekommen in deiner stadt arbeiten im Kreis Recklinghausen die Walter Blüchert Stiftung, das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kreis zusammen. Das Projekt ist organisatorisch angebunden im Regionalen Bildungsbüro (Fachdienst Bildung) – in enger Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum und dem kommunalen Jobcenter des Kreises Recklinghausen. 

Maßgeschneiderte Bildung und Betreuung erleichtern Integration

 

Gemeinsam mit kompetenten lokalen Partnern aus den Bereichen Bildung, Sport, Kultur und Soziales stellt das Projekt angekommen in deiner stadt im Kreis Recklinghausen ein vielfältiges Bildungs- und Betreuungsangebot für zugewanderte und geflüchtete Jugendliche zur Verfügung. 

Ziel des Kooperationsprojektes ist es, berufsschulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer Integration in die Gesellschaft zu begleiten und zu unterstützen. Denn durch die Förderung verbessern sich ihre Chancen für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Die jungen Geflüchteten und Zugewanderten sind eine sehr heterogene Gruppe. Neben gravierenden Unterschieden im sprachlichen und schulischen Können prägen vielfältige Erfahrungen die Biografien dieser jungen Menschen. Deshalb trägt ein flexibles und maßgeschneidertes Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebot dazu bei, dass die Integration gelingen kann.

Drei Begegnungszentren zum Auftakt

Als Ergänzung der Beschulung in den neu eingerichteten Klassen der Berufskollegs sind im Kreis Recklinghausen zunächst drei Zentren vorgesehen, die der sozialen Stabilisierung und der Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt dienen:

Das „Zentrum Begegnung und Bildung“ in der Kurfürstenwallschule

 

Als zentraler Ort der Beratung und Förderung im Kreis Recklinghausen wird in Kooperation mit der Stadt im Innenstadt-Bereich die Kurfürstenwallschule als „Zentrum für Begegnung und Bildung“ eingerichtet, ergänzt um Werkstatt- und Schulungsräume der Berufskollegs wie Küchen, Holz-Werkraum etc. auf dem ebenfalls zentral gelegenen Campus Vest (im Herwig-Blankertz-Berufskolleg sowie im Max-Born-Berufskolleg). 

Nachmittags und in den Ferien gehören betreute Freizeitangebote, Hausaufgabenhilfe, Arbeitserprobungen sowie alltagspraktische und berufsbezogene Sprachförderung zum Programm. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden an Angebote von Sportvereinen und Kultureinrichtungen herangeführt. Und auch zu Lebens- und berufspraktischen Themen rund um den neuen Lebensmittelpunkt gibt es Orientierungshilfe: zum Beispiel beim gemeinsamen Einkaufen, Kochen und Essen, beim Fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad-Reparieren und vieles mehr.

Begegnungszentren auch in Datteln und Gladbeck

 

Zwei weitere Begegnungszentren für die angekommen-Teilnehmer werden im Kreis Recklinghausen eingerichtet: zum einen am Berufskolleg Ostvest in Datteln, zum anderen im Westvest am Berufskolleg Gladbeck. 

Wenn es die finanziellen Rahmenbedingungen zulassen, sollen weitere Standorte an den Berufskollegs in Castrop-Rauxel und Marl aufgebaut werden.

Netzwerk bündelt Engagement für das angekommen-Programm

Durch Sprachförderung, Berufsorientierung und betriebliche Praktika werden jugendliche Flüchtlinge in den Internationalen Förderklassen der Berufskollegs auf einen erfolgreichen Übergang in eine Ausbildung oder den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Zahlreiche Einrichtungen unterstützen diesen Prozess.

Das Jobcenter Kreis Recklinghausen ist kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Ausbildung und Arbeit. Im Mittelpunkt steht bei den geflüchteten Jugendlichen die Integration in Arbeit, die Aufnahme einer Berufsausbildung und eines Berufsabschlusses. Deshalb halten die Akteure in allen Phasen des Projektes aktiv Kontakt zum Jobcenter.

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Recklinghausen, das seit 2013 im Bereich der Integration durch Bildung bzw. Integration als Querschnittsaufgabe tätig ist, hat seit Dezember 2015 die Aufgabe übernommen, berufsschulpflichtige Seiteneinsteiger im Kreis zu beraten und an die Berufskollegs zu vermitteln. Daneben wirkt das Kommunale Integrationszentrum dabei mit, das Netzwerk der Beratung von Seiteneinsteigern in den Städten zu stärken und weiter zu entwickeln.

Die Initiative Kein Abschluss ohne Anschluss (KaoA) der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die den Übergang von der Schule in den Beruf fördert, hilft mit ihren Angeboten jungen Menschen, die nicht direkt eine Ausbildung oder ein Studium beginnen können. Gerade für die Gruppe der jungen Flüchtlinge ist diese Unterstützung von großer Bedeutung, da oft Sprachdefizite und traumatische Erfahrungen dem direkten Start ins Berufsleben entgegenstehen. Die zielgruppenspezifischen Qualifizierungsangebote schaffen verbindliche Ausbildungsperspektiven und tragen dazu bei, den Fachkräftenachwuchses zu fördern.

Auch das Emscher-Lippe Netzwerk (ELNeT) – Ausbildung und Arbeit für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge – unterstützt das angekommen-Projekt. ELNet organisiert Sprachförderung durch Integrationslotsen und Vorsemester mit dem Schwerpunkt Sprachförderung. Zielgruppe sind Personen mit einem in Deutschland nicht anerkannten bzw. einem fehlenden Berufsabschluss. Ihnen vermitteln die ELNet-Experten Kenntnisse über den Arbeitsmarkt und arbeitsmarktrelevante Informationen und helfen bei Bewerbungsverfahren.

Ein wichtiger Partner ist auch der Kreissportbund Recklinghausen. Er vertritt in Kooperation mit seinen zehn Stadtsportverbänden ca. 710 Vereine in der Region und mit über 150.000 Mitglieder – mehr als 58.000 unter 27 Jahre.

Das Medienzentrum des Kreises Recklinghausen wird die Arbeit in der zentralen Beratungsstelle und in den Begegnungszentren medienpädagogisch unterstützen: zum Beispiel durch das Ausleihen von Geräten wie Beamer, DVD-Player, Laptops etc. sowie durch spezielle Filmangebote. 

Darüber hinaus sind Kooperationen mit Partnern aus der Kultur geplant. Denn kulturelle Bildung ist auch ein Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe und Integration. Der Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht den jungen Menschen, ihre persönlichen Stärken zu entwickeln, Talente zu entdecken und Selbstbewusstsein zu entfalten. Für das Projekt „angekommen in deiner Stadt“ ist eine Kooperation mit Theatern und kulturellen Einrichtungen zusammen mit der „Kulturloge“ angedacht: nicht verkaufte Eintrittskarten sollen den Projektteilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. 

Das Landesprogramm NRW „Kultur und Schule“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport bietet die Chance dass die Schüler selber künstlerisch tätig werden. In den Sparten Tanz, Literatur, Neue Medien, Film, Funk, Musik und bildende Kunst können Schulen, in diesem Fall die Berufskollegs mit ihren Internationalen Klassen, gemeinsam mit Künstlern und Kultureinrichtungen einjährige Projekte beantragen und durchführen.

 

Ansprechpartner im Projekt:

Projektleitung:
Dr. Richard Schröder, Fachbereichsleiter
Fachbereich Gesundheit, Bildung und Erziehung
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen
tel 02361.53 2438
richard.schroeder(at)kreis-re.de

Projektkoordination:
Marit Rullmann, Fachdienstleitung
Fachdienst Bildung
Regionales Bildungsbüro Kreis Recklinghausen
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen
tel 02361.53 3032
marit.rullmann(at)kreis-re.de

Pädagogische Leitung:
Siana Somiëski
Kurfürstenwallschule
Kurfürstenwall 5a
45657 Recklinghausen
tel 02361.10 63145
s.somieski(at)kreis-re.de

 

 

 

überblick: einrichtungen im Kreis Recklinghausen

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