Kooperationen & Partner

Intensive individuelle Betreuung
weit über den Schulbesuch hinaus

Das Programm startete 2015 mit einem Projekt in Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW und der Stadt. Für 2016 sind weitere angekommen-Projekte geplant - zunächst in Münster, später auch in Bielefeld und im Kreis Recklinghausen.

 

Nordrhein-Westfalen. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung
Nordrhein-Westfalen ist eine der wichtigsten europäischen Einwanderungsregionen. Ein Viertel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund. Das Bundesland setzt sich sehr für Chancengerechtigkeit im Bildungssystem ein. Beispielsweise gehört seit Jahren die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich „Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ verbindlich zur Lehrerausbildung. Seit 2005 hat sich hier die Zahl der Schulabgänger mit ausländischen Pass, die mit Hochschulreife die Schule verließen, auf über 20 Prozent verdoppelt. Die Integration von Neuankömmlingen wird als schulübergreifende, gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ – dieses Ziel in der Bildungspolitik gilt in Nordrhein-Westfalen. Für jedes Kind. Egal welcher Herkunft.

Die Stadt Dortmund
Auch die Stadt Dortmund verfolgt seit langem eine gesamtstädtische Strategie zur Beschulung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Anschluss-Sicherung beim Wechsel auf eine weiterführende Schule oder in die Arbeitswelt. angekommen bildet einen wichtigen Bestandteil dieses Konzepts.
Zum Start des Programmes werden an allen acht Dortmunder Berufskollegs Spezialklassen für Neuankömmlinge mit geringen Sprachkenntnissen gegründet – so ist einerseits eine optimale Betreuung gesichert, andererseits wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich gemäß ihren Talenten für eine Schulrichtung zu entscheiden.
Das Angebot wird mit einer intensiven Ganztagsbetreuung auch nach dem Unterricht in dem neu geschaffenen Lern- und Begegnungshaus Adam’s Corner verbunden: Die jungen Flüchtlinge und Zugewanderten sollen so die Chance erhalten, sich schnell zurecht zu finden, zu Hause zu fühlen und in die deutsche Arbeitswelt zu integrieren, damit sie ihren Weg in Deutschland selbstbewusst und zielsicher gehen können.

Die Stadt Münster
In Münster hat das Engagement für Bildung einen hohen Stellenwert. Das Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster schafft Strukturen, um Jugendlichen und Erwachsenen in jeder Lebenssituation Bildung zu ermöglichen. Denn Bildung ist ein lebendiger Prozess – und nie zu Ende.
Die Bildungsberatung des Amtes für Schule und Weiterbildung ist Ansprechpartnerin zu allen Fragen der schulischen Bildung – speziell auch für Zugewanderte und Flüchtlinge des Projekts »angekommen in deiner stadt münster«. Bei Bedarf erfolgt die Beratung auch mehrsprachig. Das Ziel: ein Bildungsangebot zu finden, das passt.
Die Bildungsberatung des Amtes für Schule und Weiterbildung ist für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche die erste Adresse zur Schulwahl und Schulvermittlung.
Zugewanderte Eltern melden ihre Kinder also nicht direkt an einer Schule an, sondern gehen zunächst zur Bildungsberatung.

Die Stadt Bielefeld
Ankommen in einer fremden Stadt in einem fremden Land: aktuell ein Schicksal vieler Jugendlicher, die nach Bielefeld kommen. Am Projekt sind alle öffentlichen und privaten Berufskollegs in Bielefeld beteiligt, an denen Internationale Förderklassen eingerichtet sind.
Verantwortlich für die Angebote, Koordination und Durchführung ist das Berufskolleg am Tor 6. Es kooperiert mit Partnern im örtlichen Fördernetzwerk. Eine Koordinierungsstelle gewährleistet individuell passgenaue Angebote für eine ganzheitliche Förderung. Sozialpädagogen begleiten die Jugendlichen und sind verlässliche Ansprechpartner.

Der Kreis Recklinghausen
Gemeinsam mit kompetenten lokalen Partnern aus den Bereichen Bildung, Sport, Kultur und Soziales stellt das Projekt angekommen in deiner stadt im Kreis Recklinghausen ein vielfältiges Bildungs- und Betreuungsangebot für zugewanderte und geflüchtete Jugendliche zur Verfügung. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, berufsschulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer Integration in die Gesellschaft zu begleiten und zu unterstützen. Denn durch die Förderung verbessern sich ihre Chancen für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Die Stadt Essen
Ziel des Modellprojektes angekommen in deiner Stadt“ ist es, berufsschulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer Integration in die Gesellschaft zu begleiten und zu unterstützen. Die schulische Förderung erfolgt kompetent und umfassend an den Essener Berufskollegs. Hier wird die Basis dafür gelegt, dass ein Schulabschluss erreicht und der Übergang in eine Berufsausbildung oder ein Studium gelingen kann.
Für ein Ankommen in der Gesellschaft, auch für ein Ankommen bei sich selbst nach oft traumatischer Fluchterfahrung, brauchen junge Menschen jedoch mehr als schulische Förderung. Mit einem vielfältigen Programmangebot, das Beratung, sportliche und kulturelle Förderung und vieles mehr umfassen wird, wollen wir in Essen die Voraussetzungen für eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe der jungen Geflüchteten am gesellschaftlichen Leben schaffen.