neu angekommen

Zugang zu Bildung und einem geschützten Raum für 
junge Flüchtlinge und Zugewanderte von 16 bis 25

Die Walter Blüchert Stiftung hat das angekommen-Konzept ursprünglich für eine Zielgruppe entwickelt, die ganz besondere Unterstützung braucht: Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Teenager und junge Erwachsene also, die völlig auf sich alleine gestellt den Weg nach Deutschland finden mussten. Oft haben sie alles verloren: Eltern und nahe Verwandte, ihr gewohntes Umfeld, jede Sicherheit. 

Hinzu kommen junge Flüchtlinge, die gemeinsam mit ihren Familien fliehen mussten und sogenannte Zuwanderer: 16- bis 25-Jährige, die aus dem Europäischen Wirtschaftsraum und im Rahmen der EU-Freizügigkeit aus Polen, Bulgarien oder Spanien nach Deutschland gekommen sind. Oder junge Menschen aus Nicht-EU-Staaten, die sich dort verfolgt fühlen oder für die es dort auf absehbare Zeit kein Auskommen gibt.

Diese jungen Männer und Frauen möchten sich in Deutschland eine Zukunft aufbauen – und sind oft bereit, alles dafür zu tun.  Doch ihr rechtlicher Status ist häufig unklar bis prekär: In manchen Bundesländern ist es ihnen – sobald sie älter als 16 sind –  zum Beispiel nahezu unmöglich, Zugang zum staatlichen Schulsystem zu erhalten. Negativkarrieren sind vorgezeichnet.

Barrieren überwinden – Ankommen leichter machen

angekommen will hier gegenwirken: Das Programm begleitet die Schüler individuell und flexibel zu einem adäquaten Schul- oder Berufsabschluss. Möglichst schnell sollen sie in der Lage sein, hier in Deutschland an der Arbeitswelt teilzunehmen, sich wertgeschätzt zu fühlen und einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

Das Projekt richtet sich sowohl an Neuankömmlinge, die der Berufsschulpflicht unterliegen, als auch an erwachsene junge Flüchtlinge bis 26: Als „Quereinsteiger“ können auch sie an angekommen teilnehmen. So hoffen wir, eine große Versorgungslücke in Sachen Bildung und Chancengleichheit zu schließen.

Recht auch auf emotionale Sicherheit

Die UN-Kinderrechtskonvention gehört zu den Menschenrechten und verspricht das Recht auf Bildung genauso wie das Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit sowie das Recht auf Gesundheit, Freizeit und Spiel.

angekommen möchte zu diesen Grundrechten beitragen – und den jungen Menschen dadurch auch emotionale Sicherheit geben. Deshalb lässt angekommen sie auch nach dem Unterricht nicht allein. Die zweite Säule des angekommen-Konzepts gilt daher der Betreuung und Begleitung durch Sozialpädagogen und Fachpersonal in einem geschützten Raum. In Dortmund ist dieser sichere Bereich ein neu gegründetes Lern- und Begegnungshaus. In »Adam’s Corner« können die Jugendlichen Dinge lernen, die nicht im Unterricht vermittelt werden. Hier finden sie Nähe und eine Gemeinschaft. Und hier können sie ganz einfach junge Menschen mit einer wirklichen Zukunftsperspektive sein.

Für junge Flüchtlinge und Zugewanderte: Schule, die passt.