angekommen in deiner stadt dortmund

Willkommen in Dortmund!
angekommen hilft beim Start in der neuen Heimat

Damit der Start in der neuen Heimat leicht fällt, haben die Walter Blüchert Stiftung, das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund ein Projekt gestartet, das Versorgungslücken gerade bei Zugewanderten zwischen 16 und 25 Jahren schließen soll. angekommen ist ein neuer, wichtiger Bestandteil des Dortmunder Konzepts zur Beschulung von Neuankömmlingen und Seiteneinsteigern.

Dabei ruht das angekommen-Konzept auf zwei tragenden Säulen: Größtmögliche Flexibilität bei der Förderung in der Schule – und größtmögliche Stabilität durch intensive Begleitung und Betreuung auch nach der Schule.

 

 

adam’s corner

Das Herz des Programms 

Junge Zugewanderte und minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge brauchen mehr als ein Bildungsangebot. Sie brauchen Unterstützung, um das Angebot auch tatsächlich nutzen zu können: einen geschützten Raum, in dem sie Sicherheit erfahren und familienähnliche, konstante Strukturen erleben dürfen. Dafür öffnet in Dortmund ein neu gegründetes Lern- und Begegnungshaus seine Türen in einer ehemaligen Hauptschule. Anfangs trug es den Arbeitstitel „außerschulischer Lernort” – unter welcher Bezeichnung es den Flüchtlingen und Neuankömmlingen eine zweite Heimat werden soll, haben die Jugendlichen selbst entschieden: Adam’s Corner.

Drei große ehemalige Klassenräume stehen ihnen zur Verfügung. Billardtisch und Kicker wurden bereits aufgestellt, ein Raum mit Computern ausgestattet, ein Raum bietet Rückzugsmöglichkeit, um ungestört zu lernen. Nebenan, im Hauptgebäude, können die Turnhalle, ein Werkraum und die ehemalige Lehrküche genutzt werden. Geplant ist eine Mittagsbetreuung, um auch für die Zeit zwischen Schule und Nachmittags-AG eine sichere Anlaufstelle bieten zu können.

 

Oase der Ruhe - mitten im Dortmunder Leben

In der Innenstadt gelegen, kann das Lern- und Begegnungshaus Adam’s Corner problemlos per U-Bahn erreicht werden – die angekommen-Schüler sind mittendrin im Dortmunder Leben, können aber auch im nahegelegenen Westpark ein bisschen Ruhe und frische Luft finden.

Am Vormittag werden die Spezialklassen der Berufskollegs die Räumlichkeiten nutzen, um zusätzlich zu den regulären 30 Wochenstunden schulergänzenden Unterricht abzuhalten.
Doch die Lehrer an den Kollegs können nicht alles leisten. Die Schüler des Programmes, das zeigte sich bereits in der Vorbereitungsphase, wollen so viel wie möglich lernen. Begleitet von Sozialpädagogen sollen sie dazu in ihrem Haus die Chance bekommen: Beim gemeinsamen Kochen wird das Vokabular für den selbstständigen Einkauf erweitert, in der Computer-AG die Termini für den künftigen Beruf erlernt.

 

Der größte Wunsch: Lernen

Vieles, was auf den ersten Blick selbstverständlich erscheint – für die Jugendlichen aus Afrika, aus Süd- und Osteuropa ist es ohne professionelle Hilfe kaum zu schaffen: Was bedeuten Worte wie Sackgasse oder Vorfahrtsstraße? Was muss ich noch wissen, um den Führerschein machen zu können? Kann ich schwimmen lernen? Wo finde ich Leute, mit denen ich einfach mal abhängen kann und die verstehen, wieso ich so drauf bin und nicht über früher reden will?

Im ihrem Haus finden die Jugendlichen Gleichaltrige mit ähnlichen Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen. In den Sozialpädagogen finden sie feste Ansprechpartner – eine wichtige emotionale  Stütze gerade für junge Menschen, die ansonsten in Deutschland völlig auf sich allein gestellt wären.
Adam’s Corner soll ihnen ein Stück Heimat, ein Stück Familie werden. Ein sicherer Raum, den sie auch nach ihren Vorstellungen gestalten sollen. In dem sie lachen dürfen, fröhlich sein können und einfach chillen.

Wie groß die Sehnsucht nach Leben und Lernen in dieser Gemeinschaft ist, zeigt das Ergebnis einer Umfrage unter der ersten Generation der angekommen-Schüler: Neben Schwimmkurs und gemeinsamen Kochen stand ein Wunsch ganz oben: Lernen! Auch außerhalb der Schule. Auf Wunsch der Schüler war eines der ersten Angebote des neuen „außerschulischen Lernorts“ deshalb eine Ferienschule. Der erste Kurs startete in den Osterferien 2015.

berufskollegs und bildungsnetzwerk

Gebündelte Erfahrung für den Neustart 

Zahlreiche Institutionen und Einrichtungen bündeln in Dortmund ihre über Jahre erarbeitete Expertise. Im „Dienstleistungszentrum Bildung“ erfahren die Neuankömmlinge eine intensive individuelle Erstberatung. Im Rahmen von angekommen bieten alle acht Dortmunder Berufskollegs Spezialklassen an, die die jungen Neuankömmlinge aufnehmen. Ein Angebot, das es den Schülern erlaubt, sich für ein Kolleg zu entscheiden, das ihren Neigungen entspricht – oder jederzeit das Kolleg zu wechseln.

Intensiver Unterricht mit nur 18 Schülern – meist im Co-Teaching durch einen Lehrer und einen Sozialpädagogen oder Spezialisten in „Deutsch als Zweitsprache“ – soll die jungen Leute  zunächst an die deutsche Sprache heranführen und ihnen den Weg zum erfolgreichen Schulabschluss eröffnen.

überblick: einrichtungen in dortmund

Adam’s Corner – Lern- und Begegnungshaus

"Adam’s Corner" heißt das Lern- und Begegnungshaus in der ehemaligen Hauptschule  – genannt nach dem Nashorn auf dem Schulhof, eines der bunt gestalteten Wahrzeichen der Stadt Dortmund. Die Lern- und Begegnungsstätte im Zentrum der Stadt ist eines der Kernelemente des Programms: Ein sicherer Treffpunkt für die jungen Flüchtlinge und Zugewanderten, ein Ort, an dem sie außerhalb der Schule lernen, leben und eine Heimat finden können.

Adam’s Corner – Lern- und Begegnungshaus

Kontaktdaten

Möllerstr. 3
44137 Dortmund

Dortmunder Berufskollegs

Schwerpunkt Technik, Kaufmännisches oder auch Allgemeingewerbliches: In Dortmund gibt es zahlreiche Bildungsgänge für neu aus dem Ausland zugewanderte Jugendliche ab 16 Jahren – an sieben städtischen Berufskollegs und einem Berufskolleg in nichtstädtischer Trägerschaft.

Die jungen Menschen wandern mit ihren Eltern zu, werden mit ihren Familien über einen Verteilerschlüssel nach Dortmund geschickt, oder werden – wie im Fall der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge – in Dortmund unterrichtet, weil das die Stadt ist, in der die deutschen Behörden auf sie aufmerksam wurden. Im Jahr 2013 gehörte das Jugendamt Dortmund zu den sieben von 187 nordrhein-westfälischen Jugendämtern, die über 90 Prozent der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in ihre Obhut nahmen. Ihnen gilt das besondere Augenmerk von angekommen.

Zusammen mit anderen Neuankömmlingen lernen sie in Spezialklassen Deutsch und erwerben erste berufliche Kenntnisse. Nach zwei bis drei Jahren sollen sie die Schule erfolgreich abschließen.

Kleine Klassen von 18 Schülern sowie ein engagiertes Lehrer-Team sorgen an jeder Schule für eine vertrauensvolle Lernatmosphäre. Zusätzlich beraten Schulsozialpädagogen die Jugendlichen in ihren unterschiedlichen Bedürfnislagen.

Kontaktdaten

CJD Christophorusschule Dortmund-Berufskolleg
Förderberufskolleg in nicht städtischer Trägerschaft mit den Schwerpunkten Bau- und Holztechnik und Agrarwirtschaft.
Kleybredde 29
44149 Dortmund
T: 0231 65 602 27
E: cjd.dortmund@remove-this.cjd.de
dortmund.cjd.de

Fritz-Henßler-Berufskolleg
Technisches Berufskolleg mit den Schwerpunkten Bau- und Holztechnik, Gestaltungstechnik sowie Druck- und Medientechnik

Brügmannstraße 25 – 27a
44135 Dortmund
T: 0231 50-23155 / 56
F: 0231 57-7252
E: verwaltung@remove-this.fhbk.de
www.fhbk.de

Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg
Allgemeingewerbliches Berufskolleg mit den Schwerpunkten Erziehung/Soziales/Pflege, Nahrungs- und Gastgewerbe, Ernährung und Hauswirtschaft

Hacheneyer Str. 185
44265 Dortmund
T: 0231 50-28512 /14
F: 0231 50-28515
E: schulpost@remove-this.rombergbk.de
www.rombergbk.de

Konrad-Klepping-Berufskolleg

Kaufmännisches Berufskolleg und Wirtschaftsgymnasium, dualer Partner in neun Ausbildungsberufen, Vollzeitbereich mit einem aufeinander abgestimmten Bildungsangebot, Fachschule für Wirtschaft

Geschwister-Scholl-Str. 1
44135 Dortmund
T: 0231 50-23166
F: 0231 50-10723
E: schulleitung@remove-this.konrad-klepping-berufskolleg.de
www.konrad-klepping-berufskolleg.de

Leopold-Hoesch-Berufskolleg
Technisches Berufskolleg mit den Schwerpunkten Metalltechnik, Maschinenbautechnik, Fahrzeugtechnik und Mechatronik

Gronaustr. 4
44135 Dortmund
T: 0231 50-23152
F: 0231 50-10724
E: leopold-hoesch-berufskolleg@remove-this.stadtdo.de
www.lhb-do.de

Paul-Ehrlich-Berufskolleg
Allgemeingewerbliches Berufskolleg mit den Schwerpunkten Gesundheit, Sozial- und Gesundheitswesen, Körperpflege, Gartenbau, Floristik sowie Textiltechnik und Bekleidung

Hacheneyer Str. 177
44265 Dortmund
T: 0231 50-28544
F: 0231 50-28578
E: paul-ehrlich-berufskolleg@remove-this.stadtdo.de
www.pebk.de

Robert-Bosch-Berufskolleg
Technisches Berufskolleg mit den Schwerpunkten Elektrotechnik, Informations- und Telekommunikations-technik, Medizintechnik, Anlagenmechanik, Augenoptik, Medien- und Veranstaltungstechnik, Mikrotechnologie

Brügmannstr. 29                            
44135 Dortmund
Zweigstelle:
Sckellstr. 5-7                        
44141 Dortmund

T: 0231 50-23147
F: 0231 50-25120
E: buero@remove-this.rbb-dortmund.de
www.rbb-dortmund.de

Robert-Schuman-Berufskolleg
Kaufmännisches Berufskolleg und Wirtschaftsgymnasium mit Angeboten in 15 dualen Ausbildungsberufen in den Bereichen Gesundheit, Handel, Lager und Logistik, Personal, Tourismus, Versicherung und Verwaltung und Weiterbildungsmöglichkeiten zur staatlich geprüften Betriebswirtin/zum staatlich geprüften Betriebswirt

Sckellstraße 5-7
44141 Dortmund
T: 0231 50-23180/ 81
F: 02 31 50-10763
E: sekretariat@remove-this.rsbk-do.de
www.rsbk-do.de

DLZB – Dienstleistungszentrum Bildung

Welche Fortbildungen brauchen Lehrer und Schulsozialarbeiter, die in einer der Spezialklassen arbeiten wollen? Wen sollten wir noch mit ins Boot nehmen? Wo besteht Bedarf an Unterstützung oder Information? Um diese Fragen kümmern sich die Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums Bildung.

Mit Unterstützung der Walter Blüchert Stiftung kann das Zentrum seine Arbeit weiter ausdehnen: Es berät Schüler, Eltern und Multiplikatoren über konkrete Bildungs- und weitergehende Informationsmöglichkeiten in Dortmund. Hilft, wenn es darum geht, Schulzeugnisse anerkennen zu lassen und die rechtlichen Grundlagen für den Schulbesuch oder den Beginn einer Arbeit zu klären. Oder gibt Tipps zur Sprachförderung.

DLZB – Dienstleistungszentrum Bildung

Kontaktdaten

Kleppingstraße 21-23
44135 Dortmund
T: 023150-10747
E: dlzb@remove-this.dortmund.de
www.dlzbildung.dortmund.de

RBB – Regionales Bildungsbüro

Die Stadt Dortmund engagiert sich seit Jahren für die Verbesserung von Lern- und Lebenschancen junger Menschen. Bildung, Erziehung, Ausbildung und Integration wird eine Schlüsselrolle zugeschrieben bei der Entwicklung zu einer zukunftsfähigen und sozialen Stadt. Das RBB vernetzt die Akteure, baut Kommunikationsstrukturen auf, initiiert Entwicklungsprozesse. Einer der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Handlungsfeld „Übergang Schule – Arbeitswelt“. Hier arbeitet das Büro an einem chancengerechten, zielgruppenspezifischen, bedarfsgerechten und kompetenzorientierten Bildungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene in Dortmund.

Kontaktdaten

Stadt Dortmund - Regionales Bildungsbüro
Manfred Hagedorn, Bereichsleiter
Kleppingstr. 21-23
44135 Dortmund
T: 0231 50-23100
F: 0231 50-27409
E: mhagedor@remove-this.stadtdo.de
rbb.dortmund.de