angekommen in deiner stadt essen

Herzlich Willkommen

 

Wie auch in anderen Großstädten haben in Essen zahlreiche junge Menschen aus vielen Ländern der Welt Zuflucht gefunden. Wir möchten, dass sie sich hier in ein neues Leben mit positiven Zukunftsperspektiven aufbauen können. Und wir möchten, dass junge Flüchtlinge und Neuankömmlinge nach kurzer Zeit sagen können: „Ja, hier bin ich wirklich angekommen“.

 

 

Bildung, Begleitung und Betreuung

In der Regel besuchen die Jugendlichen, die als Flüchtlinge oder Zuwanderer zu uns kommen, die „Internationalen Förderklassen“ an den Berufskollegs. Die Ausgangslage der jungen Menschen ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Sie sind lernbegierig und hoch motiviert, aber oft fehlen ihnen die Grundvoraussetzungen, um sich in ihrer neuen Heimat zurecht zu finden.

Deshalb fördert die Walter Blüchert Stiftung gemeinsam mit dem Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Essen das Projekt „angekommen in deiner Stadt Essen“. Dieses Programm ruht auf zwei Säulen: größtmögliche Flexibilität bei der Förderung in der Schule – und größtmögliche Stabilität durch intensive Begleitung und Betreuung auch nach der Schule.

Viele Akteure kooperieren

Bereits in der Vorbereitungsphase arbeiten in Essen viele Akteure zusammen. Alle neun Berufskollegs der Stadt Essen machen mit. Die Kommunale Koordinierung von KAoA (ebenfalls angesiedelt im Fachbereich Schule), der Fachbereich Jugend der Stadt Essen – insbesondere die Fachgruppen (UmF) – sowie das Kommunale Integrationszentrum, das Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit (Berufsberatung) unterstützen das Programm ebenso wie die KAUSA Servicestelle, die als zentrale Anlauf-, Verbindungs- und Vermittlungsstelle zwischen Jugendlichen, ihren Eltern, Migrantenselbstorganisationen (MSO), Klein- und Mittelstands-Unternehmen und ausbildungsrelevanten Institutionen im Einsatz ist.

Auch Sportvereine, Träger der freien Wohlfahrtspflege, Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Partner aus Wirtschaft, Kammern und Verbänden sollen einbezogen werden.

Schulische Förderung und emotionale Sicherheit

Ziel des Modellprojektes angekommen in deiner Stadt“ ist es, berufsschulpflichtige Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer Integration in die Gesellschaft zu begleiten und zu unterstützen. Die schulische Förderung erfolgt kompetent und umfassend an den Essener Berufskollegs. Hier wird die Basis dafür gelegt, dass ein Schulabschluss erreicht und der Übergang in eine Berufsausbildung oder ein Studium gelingen kann.

Für ein Ankommen in der Gesellschaft, auch für ein Ankommen bei sich selbst nach oft traumatischer Fluchterfahrung, brauchen junge Menschen jedoch mehr als schulische Förderung. Mit einem vielfältigen Programmangebot, das Beratung, sportliche und kulturelle Förderung und vieles mehr umfassen wird, wollen wir in Essen die Voraussetzungen für eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe der jungen Geflüchteten am gesellschaftlichen Leben schaffen.

Das angekommen“-Programm soll dazu beitragen, dass diese jungen Menschen mit der richtigen Unterstützung zu wertgeschätzten und engagierten neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern werden. Dass sie Freunde gewinnen und emotionale Sicherheit finden. Dass sie einen Schulabschluss machen und in die Ausbildung starten. Dass sie stolz darauf sein können, am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt teilzunehmen und einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

Treffen im geschützten Raum – ein zentraler Ort zum Ankommen

In dem ehemaligen Schulgebäude in Essen-Frohnhausen, Adelkampstraße, 25, wird ab Sommer 2017 ein umfassendes Angebot der außerunterrichtlichen und ganzheitlichen Förderung und Beratung für die Projektteilnehmer des Programms „angekommen in deiner Stadt Essen“ etabliert.

In dem Gebäude gibt es zehn ehemalige Unterrichtsräume, zwei Werkräume und eine Küche. Auch die Turnhalle, den Musikraum und die Lehrküche können die Jugendlichen nutzen. Außerdem ist geplant, einen Raum mit Computern als Internetcafé einzurichten. In den Ausbau und die Gestaltung des Gebäudes werden auch die Jugendlichen einbezogen.

Das außerschulische Programm wird kontinuierlich fortentwickelt. Dabei sind folgende Schwerpunkte vorgesehen: Angebote im kulturellen Bereich, Berufsorientierung, Sport, (Soziales) Lernen und (Lebens-) Beratung.

Was bedeutet Ankommen in Essen?

Zum Ankommen in einem fremden Land, in einer neuen Stadt gehört weit mehr als der Schulbesuch – das ist allen Akteuren bewusst. Im Programm angekommen in deiner Stadt Essen“ werden die jungen Menschen daher auch bei Fragen des alltäglichen Lebens und ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt. Sie erfahren,

  • wie sie mehr über ihre Begabungen und Talente herausfinden können –ob auf den Gebieten Musik, Tanz, Theater, Darstellungstechniken, Mediengestaltung oder auch im Sport;

  • und wie sie ihre Sprachkenntnisse verbessern und den Schulerfolg sichern – zum Beispiel durch Leseförderung, Hausaufgabenbetreuung oder Lernpatenschaften.

Die Jugendlichen können sich über gesunde Ernährung, Mediennutzung, den Umgang mit Geld informieren, die Stadt und die öffentlichen Verkehrsmittel kennenlernen oder kulturelle Angebote nutzen – ob Bibliotheken, Museen, Theater etc.. Wichtig auch: Einblicke in die Arbeitswelt durch Betriebsbesuche, Praktika und vieles mehr – mit dem Ziel, sich beruflich zu orientieren, Perspektiven zu entwickeln und die Zukunft in die Hand zu nehmen.

Je mehr Akteure, Institutionen, Firmen und Vereine uns dabei helfen, desto erfolgreicher wird das Programm, desto besser gelingt Integration. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Ansprechpartnerin:
Regine Möllenbeck
Stadt Essen
Der Oberbürgermeister
Fachbereich Schule
Hollestr. 3
45127 Essen
tel 0201.88-40001
regine.moellenbeck@remove-this.schulen.essen.de