Aktuelles › Pressemitteilungen

08 Februar 2017

Schulministerin Löhrmann empfängt "angekommen"-Schüler

Einen außergewöhnlichen Tag im Landtag Düsseldorf erlebten 50 Schülerinnen und Schüler des Projekts "angekommen in deiner Stadt Dortmund" mit ihrem Besuch im Düsseldorfer Landtag. Zu den Programmpunkten zählte u.a. eine Führung im Landtag, eine simulierte Sitzung im Plenarsaal ebenso wie die Diskussion mit zwei Landtagsabgeordneten zu den Themen "Bleibe- und Zukunftsperspektiven in Deutschland".

Höhepunkt für die Schülerinnen und Schüler der Dortmunder Berufskollegs, für den Projektleiter Wolfgang Euteneuer und die begleitenden Lehrer war der Empfang durch die NRW-Schulministerin Silvia Löhrmann. In einem offenen Dialog wurden die Bildungschancen der zugewanderten Jugendlichen diskutiert. Viele Jugendliche brachten zum Ausdruck, wie hilfreich und besonders wertvoll das "angekommen"- Projekt für ihre persönliche Integration ist.

weiterlesen

16 Januar 2017

Ein Gewinn für alle Beteiligten

"CommUNIcate"-Studierende begegnen in Kooperation mit der Stadt jungen Geflüchteten / Austausch und Kontakt

Münster (SMS) Ein vielversprechendes Projekt haben die Stadt Münster und der Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung der Universität  auf die Beine gestellt. Am Ende sollen die Beteiligten gelernt haben, die Idee des menschlichen Miteinanders von Studierenden und jungen Geflüchteten weiterzutragen.

Unter dem Dach des interkulturellen Sprachprogramms „CommUNIcate“ begegnen sich in Kooperation mit dem Amt für Schule und Weiterbildung angehende Betriebswirtschaftler und zugewanderte junge Erwachsene in zwangloser Runde. Ergänzend zu den Sprachkursen im Projekt „angekommen in deiner Stadt Münster“ lernen sie sich näher kennen und sammeln neue Erfahrungen. Zwei Fliegen werden so mit einer Klappe geschlagen. Leistungsstarke Studierende bekommen im Rahmen des Förderprogramms  „Accounting Talent“ die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren. Den Geflüchteten bietet die Begegnung auf Augenhöhe die so oft vermisste Möglichkeit, Kontakte zu Deutschen zu knüpfen. Neben der Gelegenheit, bisherige Sprachkenntnisse einzubringen und zu vertiefen, können sie das Leben in ihrer neuen Heimat außerhalb der Sprachenschulen erkunden. Die Studierenden wiederum begegnen interessanten Menschen und erweitern ihren Horizont.

„Es ist erstaunlich, wie dankbar die Geflüchteten sind, mit uns deutsch sprechen zu können und wie offen sie auf uns zugehen“, sagt ein Student. Ein junger Mann aus Syrien hat sich bereits dem Projekt „Welcome Münster“ als Freiwilliger angeschlossen.

Eine Stadtrallye brachte die Stadt näher, ein Vortrag inklusive Schloss-Besichtigung erläuterte Zugangsvoraussetzungen für ein Studium in Münster. Viele der jungen Flüchtlinge besitzen das Abitur und hatten in der verlassenen Heimat ein Studium oder eine Arbeit aufgenommen. Ein weiteres, abschließendes Treffen folgt. „Es war schön“, freute eine junge Frau aus Syrien nach den ersten Treffen. Wenn nun auch noch Freundschaften entstehen, ist das ganz im Sinn der Veranstalter.

weiterlesen

16 Januar 2017

Bundesweite Anerkennung für „angekommen“-Projektleiter:

Einladung zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten

Gütersloh/Dortmund, 16.01.2017. - Große Freude bei allen angekommen-Verantwortlichen: Wolfgang Euteneuer, Leiter des Flüchtlingsprogramms angekommen in deiner Stadt Dortmund erhielt von Daniela Schadt, Lebensgefährtin des deutschen Bundespräsidenten, eine Einladung zum Neujahrsempfang.  Im Berliner Schloss Bellevue sind jedes Jahr – neben Repräsentanten des öffentlichen Lebens – Bürger aus allen Bundesländern zu Gast, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben. Mit der Einladung danken ihnen der Bundespräsident und seine Lebensgefährtin für ihr Engagement.

Am 13. Januar war es soweit: Über den roten Teppich ging´s zum Schloss Bellevue (s. Foto). Zum Neujahrsempfang waren neben Gästen des diplomatischen auch Personen eingeladen, die der  „First Lady“  als Schirmherrin von UNICEF Deutschland, dem Müttergenesungswerk sowie der Kinder-  und Jugendstiftung im vergangenen Jahr begegnet waren.

Überzeugendes Konzept ausgezeichnet

Am 7. Oktober 2016 hatten die jungen Zuwanderer des Projekts „Willkommen im Fußball“ Besuch von Daniela Schadt erhalten. Dabei würdigte sie besonders das Dortmunder Modell, bei dem Schüler des angekommen-Projektes wöchentlich ein Fußballtraining erhalten, zugleich aber auch den verpflichtenden Deutschunterricht nach dem Training besuchen.  Die Kinder - und Jugendstiftung kooperiert seit November 2015 mit dem Dortmunder Projekt angekommen in deiner Stadt. Dieses überzeugende Konzept der drei Kooperationspartner Walter Blüchert Stiftung, Stadt Dortmund, BVB und der TSC Eintracht Dortmund wurde durch die Kinder- und Jugendstiftung mit einem Sonderpreis für beispielhafte Integrationsbestrebungen ausgezeichnet.


Erste Erfolge sichtbar

Im persönlichen Gespräch mit Projektleiter Wolfang Euteneuer würdigte Daniela Schadt beim Neujahrsempfang die engagierte Arbeit des angekommen-Teams und stellte heraus, dass sie oft vom Dortmunder Modell berichte.

„Schön, dass unsere Integrationsinitiative diese Anerkennung findet“, sagt Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. „Dank des kompetenten Einsatzes von Herrn Euteneuer und seinen zahlreichen Unterstützern ist unser Modellprojekt auf einem sehr guten Weg. Das zeigen übrigens auch die ersten Erfolge des jungen angekommen-Schülers, die bereits einen Ausbildungsplatz gefunden haben.“

weiterlesen

25 November 2016

Angekommen-Schüler mit internationalem Filmpreis ausgezeichnet:

Goldener Clip für Friday Opabajo beim REC-Filmfestival 2016

Große Freude in Dortmund: Der Film „A good Christian“ des damals 17-jährigen angekommen-Schülers Friday Opabajo wurde beim REC Filmfestival in Berlin mit dem Goldenen Clip ausgezeichnet. Das Werk beschreibt die Flucht des Jugendlichen aus seiner Heimat Nigeria. Entstanden ist die Dokumentation in der Film-AG des Projektpartners vonangekommen in deiner Stadt Dortmund“, geleitet von Vera Schöpfer, im Zentrum für Kunst und Kreativität des Dortmunder U.

Mehr als 500 Filmbeiträge aus 35 Ländern waren für den Wettbewerb eingereicht worden. 59 Filme aus 14 Ländern wurden ausgewählt. Neben dem Goldenen Clip für Friday gab es einen weiteren Goldenen Clip, einen silbernen sowie drei lobende Erwähnungen und einen Doku-Clip-Sonderpreis.

Das REC Filmfestival besteht seit 1992 – mit einem internationalen offenen Wettbewerb für Filme von Jugendlichen im Alter von 15 bis 27 Jahren. Besonderer Schwerpunkt ist das Angebot eines professionellen Feedbacks für die jungen Filmemacher und einer kritischen Reflexion der vorgeführten Filme. Die Fachjury setzt sich aus Filmschaffenden, Journalisten und Kritikern zusammen.

Veranstalter des REC-Filmfestivals sind die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, der gemeinnützige Verein PUMA e.V. mit seinem Medienzentrum Clip und die gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit GskA mbH.

Zum Film "A good Christian" von Friday Opabajo

Zur Homepage des REC-Filmfestivals 2016

"A good Christian" als aktueller Beitrag beim YOUKI-Festival in Österreich

weiterlesen

07 Oktober 2016

Teamfoto mit Daniela Schadt und Dr. Reinhard Rauball

Ingrid Kramer, Wolfgang Euteneuer, Daniela Schadt, Martina Raddatz-Nowack, Klaus Banaszak (v.l.)

BVB-Stiftung „leuchte auf“, TSC Eintracht und „angekommen“ berichten über ein Jahr gemeinsame Integrationsarbeit

  • Daniela Schadt, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Dr. Reinhard Rauball, DFL-Präsident, besuchen Dortmunder Integrationsbündnis                                                 
  • Junge Geflüchtete sprechen über ihre Erlebnisse im Programm Willkommen im Fußball

 

Dortmund, 7. Oktober 2016 – Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Joachim Gauck, besuchte heute anlässlich des einjährigen Bestehens das Dortmunder Bündnis des bundesweiten Integrationsprogramms Willkommen im Fußball. Gemeinsam mit dem Präsidenten des DFL Deutsche Fußball Liga e.V., Dr. Reinhard Rauball, erfuhr die Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung im Gespräch mit dem Bündnis und jungen Geflüchteten, wie sich die gemeinsame Integrationsarbeit im vergangenen Jahr entwickelt hat.

Seit November 2015 ist das Bündnis, bestehend aus der BVB-Stiftung „leuchte auf“, dem TSC Eintracht Dortmund und dem Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung, Teil von Willkommen im Fußball. Jeden Mittwoch spielen 20 bis 25 Geflüchtete im Alter von 17 bis 20 Jahren unter Anleitung von Trainern der BVB-Fußballschule und des TSC Eintracht Fußball. Im Anschluss findet ein einstündiger Deutschkurs statt. Trainingsplatz, Schulräume und Verpflegung stellt der TSC, Sportkleidung und Materialien für den Unterricht kommen vom BVB. Betreut werden die Jugendlichen durch das Projekt „angekommen“, das gleichzeitig die jungen Spieler in örtliche Sportvereine vermittelt.

Der Rückblick auf die vergangenen Monate zeigt: Die schwankende Teilnehmerzahl, die Bildung einer festen Spielergruppe und die Zusammenarbeit im neuen Bündnis stellten anfängliche Herausforderungen dar. Heute sind die Aufgaben klar verteilt, jeder Bündnispartner bringt die eigenen Kompetenzen bestmöglich ein und es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Unternehmen im Netzwerk der Bündnispartner vermitteln Praktika, Ausbildungsplätze oder bieten Bewerbungstrainings an. Den Jugendlichen bleiben in Erinnerung die Eintrittskarten zu Bundesligaspielen des BVB und das gemeinsames Public Viewing mit der Faninitiative „schwatzgelb“. Bei der Südtribünenmeisterschaft, ein Fußballturnier für BVB-Fanklubs, erreichte die Mannschaft aus Geflüchteten den 7. Platz von 96 Mannschaften. Ein Testspiel gegen Abgeordnete des Düsseldorfer Landtags gewann die junge Mannschaft deutlich mit 6:0. Das Bündnis zeigt, wie erfolgreiche und respektvolle Integration gelebt wird.

Daniela Schadt erklärte: „Mannschaftssportarten und das Vereinsleben eignen sich sehr gut, um kulturelle, sprachliche, oder gesellschaftliche Barrieren zu überwinden. Das wird daran deutlich, dass einige Jugendliche mit Fluchthintergrund bereits aus den Trainingsangeboten des Programms Willkommen im Fußball in bestehende Vereine gewechselt sind. Darüber hinaus sind die inzwischen bundesweit etablierten Willkommensbündnisse für mich ein äußerst gelungenes Beispiel dafür, wie in einer Krisensituation Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Möglichkeiten vorbildlich gelingen kann.“

„Der Fußball ist tief in unserer Gesellschaft verankert und genießt große Aufmerksamkeit. Fußball bringt Menschen unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft zusammen und kann so einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. Er ist, wie kaum ein anderes Medium, in der Lage Botschaften zu vermitteln“, berichtet Dr. Reinhard Rauball, Präsident DFL Deutsche Fußball Liga e.V.

Carsten Cramer, Vorstand BVB-Stiftung „leuchte auf“, sagte: Borussia Dortmund ist gemeinsam mit starken Partnern aktiv den nächsten Schritt gegangen und sorgt über das Projekt Willkommen im Fußball für eine funktionierende Integration von jugendlichen Geflüchteten. Die Entwicklung des Projektes zeigt uns, dass wir damit auf dem absolut richtigen Weg sind.“ 

Dr. Alexander Kiel, Vorstandsvorsitzender TSC Eintracht Dortmund, erklärte:Mit über 7.000 Mitgliedern unter dem Dach der Eintracht bieten wir schon seit langem Menschen mit vielen verschiedenen kulturellen Wurzeln eine sportliche Heimat. Das Projekt ist ein weiterer Baustein für die Integrationsarbeit vor Ort, für die wir, wie viele andere Sportvereine auch, ein verlässlicher Partner sind

"Der Fußball in seiner einzigartigen Sprache ist der beste und schnellste Weg zur Integration!" meinte Wolfang Euteneuer vom Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ der Walter Blüchert Stiftung.

Albi Lugajej, 18 Jahre aus Albanien, erzählte den Gästen: " Dem Projekt ‚angekommen in Deiner Stadt Dortmund‘ und dem damit verbundenen Projekt Willkommen im Fußball verdanke ich, nun mit meinem Ausbildungsplatz als Bäcker in Deutschland bleiben zu können! Dafür danke ich sehr!"

Willkommen im Fußball ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das bundesweite Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. 21 Bündnisse wurden bereits etabliert. Jedes Bündnis wird mit bis zu 19.000 Euro gefördert. Willkommen im Fußball ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, das von der Bundesliga-Stiftung initiiert und gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration mit insgesamt 1,25 Mio. Euro gefördert wird.

 

Kontakt:

Anne Albrecht, Programmkommunikation, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin, anne.albrecht@remove-this.dkjs.de, Tel.: 030 25 76 76-13, Fax: 030 25 76 76-10, www.dkjs.de

weiterlesen