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23 November 2015

Im BVB-Trikot vom Fußball-Training zum Sprachunterricht: Die angekommen-Schüler sind mit Begeisterung dabei.

Gruppenbild mit angekommen-Projektleiter Wolfgang Euteneuer (hellblaue Jacke): Rund 30 Schüler der Dortmunder Berufskollegs nehmen am Fußball- und Sprachtraining teil.

Prominentes Coaching: BVB-Co-Trainer Arno Michels unterstützt die Aktion "Willkommen im Fußball" persönlich auf dem Platz.

Neues Projekt mit Fußball- und Sprachtraining am 18.11.2015 gestartet

Einzigartiges Willkommensbündnis für junge Flüchtlinge in Dortmund

Dortmund, 23.11.2015. –  Eigentlich hatte sich Wolfgang Euteneuer, Projektleiter „angekommen“ in Adam´s Corner, beim Dortmunder BVB nur für die 200 Eintrittskarten bedanken wollen, die der Verein den fußballbegeisterten jungen Flüchtlingen zur Verfügung gestellt hatte. Sein Bericht über das „angekommen“-Programm, das die Walter Blüchert Stiftung zusammen mit der Stadt Dortmund und dem NRW-Schulministerium entwickelt hat, führte zu einem einzigartigen Willkommensbündnis für ein neues Projekt, das den Jugendlichen ab November 2015 zugutekommt: Fußball- und Sprachtraining – “Willkommen im Fußball“.

Fußball, Essen und Deutschkurs

Rund 30 Schüler des Programms „angekommen“ im Alter von 16 bis 25 Jahren erhalten ab dem 18. November 2015 jeden Mittwoch ein 90-minütiges professionelles Fußballtraining, dazu ein warmes Mittagessen und anschließend verpflichtend einen 1-stündigen Deutschkurs im Tagungsraum des Vereins TSC Eintracht Dortmund.

Zahlreiche Förderer

Das Projekt „Willkommen im Fußball“ wird von der BVB-Stiftung "leuchte auf" (Trainer, Ausstattung / Sportkleidung, Material für den Deutschkurs), der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Berlin (DKJS) sowie vom TSC Eintracht Dortmund (Sportplätze, Umkleidekabinen mit Duschen, Schul- und Essensräume, Trainer, Material für das Fußballangebot) unterstützt.
Gleich mehrere Förderer haben sich zu diesem Willkommensbündnis zusammengeschlossen. Die Kosten von rund 10.000 Euro teilen sich die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Berlin, der BVB, der TSC Eintracht Dortmund und die Deutsche Fußballliga. Die Firma Puma kleidet alle Spieler ein.
Die Koordination, Organisation und Betreuung vor Ort hat Wolfgang Euteneuer, übernommen. „Mein Job besteht nun darin, aus den ca. 30 Schülern, die mir von unseren Berufskollegs genannt werden, ein Team zusammen zu stellen“, sagt der „angekommen“-Projektleiter. In seiner Freizeit trainiert er übrigens den FC Landtag NRW, die Kicker des Düsseldorfer Landesparlaments.

Langfristig Trainerqualifikationen geplant

Langfristig können sich Geflüchtete, die Interesse an einer Trainertätigkeit haben, als (Co-) Trainer in dem Projekt engagieren und erste Praxiserfahrungen sammeln. Perspektivisch sind außerdem Trainerqualifikationen für interessierte junge Flüchtlinge geplant.

Zur Stiftung »BVB leuchtet auf«

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18 November 2015

Projekt FideS – Fit in der deutschen Schule:

Dortmund, 18.11.2015. – Fünf Fördergruppen des Flüchtlingsprojektes „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ erhalten in Adam´s Corner, dem Gebäude der ehemaligen Hauptschule Innenstadt West, im Schuljahr 2015/16 für insgesamt 31 Wochen jeweils zwei Wochenstunden zusätzlichen Deutschunterricht. Das ermöglicht die Initiative FideS (Fit für die deutsche Schule) des Rotary Clubs Dortmund-Romberg.

„Wir freuen uns, dass wir mit Lehramtsstudierenden der TU Dortmund den jugendlichen Flüchtlingen und Zugereisten emotionale und sprachliche Unterstützung bieten können“, sagt Prof. Dr. Bernd Ralle von der Fakultät für Chemie der Hochschule, zurzeit als Rotarier für Gemeindienst verantwortlich. Auch Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, begrüßt die Zusammenarbeit: „Eine willkommene Unterstützung. Die deutsche Sprache ist für alle Neuankömmlinge die wichtigste Basis, um in unserem Lande Fuß zu fassen und wirklich anzukommen.“

Studentische Förderlehrer

Zehn Studierende des Lehramtes an der TU Dortmund, die vom Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL) ausgewählt wurden, sind jetzt als Studentische Förderlehrer im Einsatz – jeweils fünf Studierende der Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung und fünf Lehramtsstudierende mit dem Fach Deutsch und einem weiteren Fach.

Sie erhielten eine vorbereitende Ausbildung, bei der es im Schwerpunkt um Deutsch an der Grenze zwischen Fremd- und Zweitsprache ging, aber auch um das Thema Unterstützung bei Traumatisierung.

Fünf Tandems für 40 Schüler

Die fünf Lehrer-Tandems unterrichten ca. 40 Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahren, also acht pro Gruppe, die zwar in lateinischer Schrift alphabetisiert sind, aber keine Vorkenntnisse in Deutsch haben. Angestrebt wird der Hauptschulabschluss nach Klasse 9. Für drei Tandems tragen die Rotarier die Kosten, für zwei das „angekommen“-Projekt. Organisiert wird diese Kooperation vom Verein „Dortmund steht zur Sprache“ (DOsS e. V.).

Ansprechpartner

Wer sich für weiterführende Informationen interessiert: Ansprechpartner für das Projekt "angekommen in deiner Stadt Dortmund" ist Wolfgang Euteneuer (weuteneuer@remove-this.stadtdo.de).
Für den Rotary Club Dortmund-Romberg ist es Prof. Dr. Bernd Ralle (bernd.ralle@remove-this.tu-dortmund.de),
für DOsS Dr. Elmar Winters-Ohle (elmar.winters-ohle@remove-this.tu-dortmund.de) sowie für das DoKoLL der TU Dortmund Dr. Bettina Seipp (bettina.seipp@remove-this.tu-dortmund.de).

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27 Oktober 2015

Share Network Conference “Protecting and Welcoming Refugees in Europe”

Brüssel/Gütersloh, 26.10.2015. – Auch wenn die Anfrage der International Catholic Migration Commission (ICMC) recht kurzfristig kann: Ingrid Kramer, Stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, machte sich gern zusammen mit Manfred Hagedorn, Bereichsleiter Regionales Bildungsbüro Dortmund, auf den Weg nach Brüssel, um bei der Share Network Conference des Committee of  the Regions der Europäischen Union das Programm „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ vorzustellen.
Rund 100 Vertreter von Landesregierungen, aus Städten und Regionen europäischer Mitgliedsstaaten und deren Partner aus der Zivilgesellschaft trafen sich am 20. Oktober 2015  zur Abschlusskonferenz „Protecting and Welcoming Refugees responding to an Unprecedented Refugee Crisis“.
Verschiedene innovative Willkommens-Initiativen für Flüchtlinge in Europa wurden vorgestellt. Das Dortmunder Modell-Projekt „angekommen“, das die Walter Blüchert Stiftung gemeinsam mit der Stadt Dortmund und dem NRW-Schulministerium entwickelt hat, sei ein „ausgezeichnetes Beispiel“, heißt es im Einladungsschreiben.
„Neben zahlreichen – auch sehr kleinteiligen – Projekten konnten wir unser Programm ‚angekommen‘ als komplexen Betreuungsansatz präsentieren – ein innovatives Projekt, das die bereits vorhandenen Strukturen in Dortmund nutzt und sich insbesondere durch sein flexibles Beschulungsprogramm auszeichnet“, berichtet Ingrid Kramer.
Sie ist überzeugt: Das Dortmunder Vorbild von „angekommen“ lässt sich auch auf andere Städte und Kreise übertragen, um minderjährigen Flüchtlingen und Neuankömmlingen zwischen 16 und 25 Jahren bei der Integration in unser Bildungssystem zu helfen. Anfragen aus Münster, Bielefeld und Recklinghausen liegen bereits vor. „Je mehr Jugendliche eine Chance bekommen, persönliche und soziale Barrieren zu überwinden und am Leben in unserer Gesellschaft teilzuhaben, desto besser für sie und für uns alle“, sagt sie.
Kontakt:
Ingrid Kramer, E-Mail ingrid.kramer@walter-bluechert-stiftung.de; Tel. 05241-17949-10

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31 August 2015

Stadt Dortmund, Land NRW, Walter Blüchert Stiftung und eine Bundestagspräsidentin a.D.: Nashorn Adam hat viele Taufpaten!

V.l.: Manfred Hagedorn, Regionales Bildungsbüro Dortmund, Prof. Dr. Rita Süssmuth und Prof. Dr. Gunter Thielen, Walter Blüchert

Adam´s Taufe

Dortmund, 31.8.2015. Jetzt hat das geflügelte Nashorn auf dem Schulhof des Lern- und Begegnungshauses unseres Projektes "angekommen in deiner Stadt Dortmund" einen Namen. Es heißt Adam - mit englischer Aussprache -, weil es im Zentrum einer internationalen Begegnungsstätte steht. Nach ihm ist auch das Haus für die jungen"angekommen"- Flüchtlinge und Zugewanderten aus aller Welt benannt: Adam´s Corner. Hier können sie sich auch nach der Schule treffen, gemeinsam die Freizeit gestalten und einen sicheren Rückzugsraum finden.

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27 August 2015

Gemeinsam für junge Flüchtlinge: Ministerin S. Löhrmann, Prof. Dr. G. Thielen und Prof. Dr. R. Süssmuth (v.l.)

Stadt Dortmund, Land NRW, Walter Blüchert Stiftung und eine Bundestagspräsidentin a.D.: Nashorn Adam hat viele Taufpaten!

angekommen in deiner Stadt Dortmund: Rita Süssmuth (Bildmitte) unterstützt das Kooperationsprojekt mit einer großzügigen Spende.

Flüchtlingsprojekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“: Lern- und Begegnungshaus „Adam´s Corner“ eingeweiht


NRW-Schulministerin Löhrmann besucht Auftaktveranstaltung zum Schuljahresbeginn

Dortmund / Düsseldorf / Gütersloh, 27.08.2015. Damit der Start für zugewandert Jugendliche in der neuen Heimat leicht fällt, haben die Walter Blüchert Stiftung, das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund das Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ ins Leben gerufen. Das Projekt stellt den jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren ein passgenaues Bildungsangebot bereit und begleitet sie auch außerhalb des Unterrichtes.

Jetzt haben Schulministerin Sylvia Löhrmann, die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth sowie Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, und Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter  Blüchert Stiftung, das Lern- und Begegnungshaus in der Dortmunder Möller-Straße offiziell eröffnet. Hier finden die Förderangebote für die Neuankömmlinge statt. Das Gebäude wurde nach dem geflügelten Nashorn im Innenhof benannt: Adam’s Corner.

Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Berufskollegs haben das vielfältige Festprogramm gestaltet. Die Gäste konnten eine Theateraufführung von Projektteilnehmern der GrünBau gGmbH erleben sowie einen Trommelworkshop, die Präsentation eines Capoeira-Kampftanzes  und vieles mehr. Auch die Schülerinnen und Schüler konnten die Feier bei einem Markt der Möglichkeiten genießen. Hier präsentierten u.a. das BVB-Lernzentrum, das Schülerlabor KITZ.do, der Dortmunder Boxsport 2050 und die Turnjugend ihre Angebote. Es  gab Street-Kick zum Mitmachen, Slackline-Balance-übungen, Kräftemessen beim Bungee-Run und zur Erfrischung alkoholfreie Cocktails der Sportjugend.

Ministerin Löhrmann: „Mit unserer Kooperation zwischen Land und Zivilgesellschaft sollen die neu zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden. Uns alle eint das Ziel, ihnen umfassende Bildungsangebote und Ausbildungsperspektiven zu eröffnen. Das Projekt begleitet sie dabei, sich in ihrer neuen Heimat zu orientieren und eigene Ziele zu entwickeln. Besonders freut mich, dass hier in Dortmund eine so gute Kooperation zwischen den Berufskollegs im Sinne der individuellen Förderung der jungen Menschen existiert.“

Prof. Dr. Rita Süssmuth stellt fest: „Wir müssen zugewanderten Jugendlichen, insbesondere denen ohne Eltern, so früh wie möglich Zugänge in unsere Gesellschaft öffnen. Sie bringen reiche Potenziale mit und hoffen auf unsere Unterstützung, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen mit schulischer und beruflicher Ausbildung. Erfolgreiche Integration gelingt über Sprache, Bildung und Arbeit, und das wichtigste ist menschliche Wärme. Das Projekt ‚angekommen in deiner Stadt Dortmund‘ leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Betreuung von jungen Flüchtlingen und ist ein hervorragendes Bindeglied in unser Gemeinwesen. Ihr  Engagement kann Vorbild sein.“

„Gerade in Dortmund ist uns die Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich, mit dem Projekt ein gutes Schul- und Bildungsangebot für die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen aufbauen und etablieren zu können“, so Bürgermeisterin Birgit Jörder.

„Wir vergessen oft: Wer es als Flüchtling bis hierher geschafft hat, der hat gelernt, sich zu behaupten. Migranten bringen viel Mut mit und den starken Willen, sich ein besseres Leben aufzubauen“, sagt Stiftungsvorstand Thielen. „Es reicht nicht aus, diese jungen Menschen zu verwalten und ihnen mit Toleranz zu begegnen. Wir müssen uns aktiv kümmern, damit aus Flüchtlingen Mitmenschen werden, die hier eine Heimat finden. Das hat auch die Stadt Dortmund erkannt. Integration kann nur gelingen, wenn die Neuankömmlinge Zukunftsperspektiven entwickeln können.

Die Walter Blüchert Stiftung wird mit ihren Fördermitteln dazu beitragen, dass junge Flüchtlinge in Dortmund mehr Chancen auf Bildung erhalten. Denn wir sind überzeugt: Individuelle Begleitung auf dem Weg in unser Schul- und Ausbildungssystem leistet den wichtigsten Beitrag zur Integration und kommt nicht nur den jungen Menschen, sondern letztlich unserer Gesellschaft insgesamt zugute.“


Ansprechpartner für die Medien:

Pressestelle Schulministerium, 0211-5867-3505, E-Mail: presse@remove-this.msw.nrw.de

Pressestelle Stadt Dortmund, Anke Widow, Tel. 0231-5022135, E-Mail: awidow@remove-this.stadtdo.de

Dr. Ulrike Naim, Tel. 0152-31066167, E-Mail: presse@remove-this.walter-bluechert-stiftung.de


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